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Windows Live® Suchergebnisse SantiagoEnzyklopädieartikel
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Santiago, Hauptstadt von Chile, am Río Mapocho, 530 Meter über dem Meeresspiegel, am Fuß des Cerro Santa Lucía gelegen. Östlich der Stadt erheben sich die schneebedeckten Gipfel der Anden. Santiago ist die größte Stadt des Landes und dessen wichtigstes Wirtschafts- und Kulturzentrum.
Santiago besitzt gute Verkehrsverbindungen, darunter die Panamericana, und verfügt mit dem im Westen des Stadtgebietes gelegenen Airport Los Cerrillos über einen internationalen Flughafen. Eine Straßen- und Schienenverbindung besteht auch mit der Hafenstadt San Antonio. Wichtigste Produktionsgüter sind Nahrungsmittel, Textilien, Bekleidung, Lederwaren, Kunststoffe, Metalle, elektronische Geräte, Glas und Papier sowie pharmazeutische und chemische Produkte Darüber hinaus spielt der Tourismus eine wichtige wirtschaftliche Rolle.
Santiago beheimatet viele höhere Bildungseinrichtungen, darunter die Universität von Chile (1738 unter dem Namen Königliche Universität von San Felipe gegründet), die Katholische Universität (1888), die Technische Universität, die Militärakademie und die Universität Santiago de Chile (1947). Außerdem befinden sich das Nationalarchiv, die Nationalbibliothek und zahlreiche Museen in der Stadt. Besonders erwähnenswert sind das Museum für Staatsgeschichte mit präkolumbischen, kolonial- und neuzeitlichen Sammlungen, das Nationale Kunstmuseum und das Nationalmuseum für Naturgeschichte. Zu den Sakralbauten Santiagos aus der spanischen Kolonialzeit gehören die zwischen 1572 und 1618 errichtete Kirche San Francisco und die 1863 ausgebrannte Kirche La Companía. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Casa Conde de la Conquista (Mitte des 18. Jahrhunderts), die Kathedrale (1748-1830), die Kirche La Merced (ab 1746), das Rathaus (1785-1790) und die Casa Real de la Moneda (ab 1784), die heute als Regierungspalast dient. Spätere Bauten sind stark europäisch beeinflusst.
Der spanische Eroberer Pedro de Valdivia gründete die Stadt am 12. Februar 1541 in einem von dem Stamm der Picunche bewohnten Gebiet unter dem Namen Santiago de la Nueva Estremadura. Ab 1574 fungierte sie als Sitz einer audiencia (Verwaltungsbehörde), 1609 wurde sie zur offiziellen Hauptstadt des Großkapitanats Chile erklärt. Die im Kolonialstil schachbrettartig angelegte Stadt wurde mehrfach zerstört, u. a. von Araukanern, häufiger jedoch durch Naturkatastrophen, wie Überschwemmungen und vor allem Erdbeben. Besonders durch jenes von 1647 wurde Santiago beinahe vollständig zerstört. Seit 1651 ist die Stadt Erzbischofssitz, und mit der Unabhängigkeit Chiles wurde sie 1818 zur Landeshauptstadt erhoben. Ein rasantes Wachstum setzte Mitte des 19. Jahrhunderts ein mit der Erschließung umfangreicher Salpetervorkommen im Umland. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 5,48 Millionen (2003) in der Agglomeration.
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