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Bangkok

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Drachen in BangkokDrachen in Bangkok
Artikelgliederung
1

Einleitung

Bangkok (Thai Krung Thep), Hauptstadt und wichtigste Stadt Thailands, am Chao Phraya (Menam), oberhalb von dessen Mündung in den Golf von Thailand gelegen.

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Wirtschaft

Bangkok ist das wichtigste Wirtschaftszentrum des Landes. Zu den herausragenden Produktionszweigen gehört die Verarbeitung von Reis, weitere bedeutende Branchen sind Maschinen- und Fahrzeugbau sowie die Herstellung von Textilien und Lederwaren, chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen. Bangkok ist ein international renommiertes Handelszentrum für Schmuck.

Die Metropole ist mit zwei Flughäfen eine Drehscheibe für den Flugverkehr in Südostasien. Der Don Muang Airport befindet sich etwa 20 Kilometer nördlich der Stadt; 2006 wurde rund 30 Kilometer östlich von Bangkok der Suvarnabhumi Airport als neuer Hauptflughafen eröffnet.

Ein großer Teil des öffentlichen Nahverkehrs wird über die 1999 eröffnete Hochbahn Bangkok Skytrain und über die seit 2004 betriebene U-Bahn abgewickelt. Auf dem Chao Phraya verkehren zahlreiche Personenfähren. Der Fremdenverkehr ist eine bedeutende Einnahmequelle, die meisten Thailandurlauber verbringen ein paar Tage in der Stadt.

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Stadtbild und Kultur

Die Stadt besteht aus den Stadtteilen Thon Buri am rechten Flussufer (bis 1971 eigenständige Stadt) und Krung Thep, dem ursprünglichen Bangkok, am gegenüberliegenden Ufer. Bangkok ist eine Stadt mit zahlreichen Kanälen (Khlongs), von denen allerdings einige dem Bau neuer Straßen für die stetig steigende Zahl von Autos weichen mussten. Dennoch blüht der Handel auf dem Schwimmenden Markt, auf dem die Waren von Booten aus verkauft werden.

Das Stadtbild wird außerdem von über 400 reich verzierten Tempeln (Wats) geprägt. Viele davon befinden sich auf dem Gelände des mehr als 100 Gebäude unterschiedlicher Stilrichtungen umfassenden Großen Palastes. Prächtigster Tempel dieser Anlage ist der Wat Phra Keo, der mit dem Smaragd-Buddha die meistverehrte Buddhastatue Thailands birgt. Südlich des Großen Palastes erhebt sich der Wat Pho mit einer 45 Meter langen und 15 Meter hohen vergoldeten Statue des liegenden Buddha. Auf der anderen Seite des Chao Phraya, in Thon Buri, ragt der 84 Meter hohe Wat Arun auf.

Bangkok ist das Zentrum der thailändischen Kultur und Bildung, Sitz von sechs Universitäten, einschließlich der Universitäten Chulalongkorn (gegründet 1917), Thammasat (gegründet 1933) und Silpakorn (gegründet 1943). Das 1926 eröffnete Nationalmuseum umfasst Sammlungen thailändischer Archäologie und Kunst. Zahlreiche Gemälde thailändischer Künstler zeigt die Nationalgalerie.

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Geschichte

Rama I., der erste König der seither regierenden Chakri-Dynastie, gründete die Stadt 1782, unmittelbar nachdem er den Thron bestiegen hatte. Er verlegte die Hauptstadt von Thon Buri, das seit 1767 Hauptstadt war, auf die gegenüberliegende Flussseite ins heutige Bangkok und nannte die Stadt Krung Thep (Stadt der Engel). Beim Ausbau diente die alte Hauptstadt Ayutthaya, die 1767 durch die Birmanen zerstört worden war, als Vorbild.

Die Fertigstellung der ersten gepflasterten Straße (an der Stelle eines früheren Khlongs) im Jahr 1864 war ein Einschnitt in der städtebaulichen Entwicklung Bangkoks. In den darauf folgenden Jahrzehnten wurde die Stadt durch den Bau einer Eisenbahnlinie verkehrstechnisch mit den nördlichen Landesteilen verbunden, in der Innenstadt bestimmten Straßenbahnen den Verkehr. Für den Bau von Boulevards und Straßen wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts viele Khlongs zugeschüttet. Während des 2. Weltkrieges war Bangkok von Japan besetzt. 1944 und 1945 war die Stadt Ziel von Bombenangriffen der Alliierten. Nach dem Krieg wurde der bereits Anfang des 20. Jahrhunderts begonnene Ausbau der Stadt fortgesetzt. Der zunehmende wirtschaftliche Aufschwung Thailands vor allem in den achtziger Jahren (siehe asiatische Tigerstaaten) verstärkte die Landflucht und bewirkte eine starke Zuwanderung in die Hauptstadt. Bangkok war zu jener Zeit eine der am schnellsten wachsenden Städte der Welt. Der Boom veränderte auch das Stadtbild nachhaltig; im Zentrum entstanden immer mehr Hochhäuser, in denen viele international agierende Unternehmen ihren Hauptsitz oder eine Niederlassung einrichteten.

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