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Windows Live® Suchergebnisse François DuvalierEnzyklopädieartikel
François Duvalier (1907-1971), haïtianischer Staatspräsident (1957-1971). Er wurde in Port-au-Prince geboren und studierte an der Universität von Haïti Medizin. Von 1934 bis 1946 war Duvalier in Krankenhäusern und Kliniken auf Haïti tätig – daher sein Beiname „Papa Doc”. Von 1946 bis 1950 war er Generaldirektor des staatlichen Gesundheitswesens und Arbeitsminister. Nach 1950 führte er den Widerstand gegen Präsident Paul Eugène Magloire (1907-2001) an und wurde 1957 nach dem Sturz des Diktators zum Staatspräsidenten gewählt. Bereits ein Jahr nach Amtsantritt setzte er die Verfassung außer Kraft, 1964 erklärte er sich selbst zum Präsidenten auf Lebenszeit. Er baute ein diktatorisches Regime auf, ließ in Militär und Regierung Säuberungsaktionen durchführen, ordnete Massenhinrichtungen und Ausgangssperren an. Zur Seite stand Duvalier dabei seine Privatarmee, die gefürchtete Tonton Macoute, eine berüchtigte Polizei- und Spitzelorganisation. In der Zwischenzeit brach die Wirtschaft Haïtis zusammen, und rund 90 Prozent der haïtianischen Bevölkerung blieben weiterhin Analphabeten. Im Januar 1971 änderte die Legislative die Verfassung dahin gehend, dass Duvalier seinen Sohn Jean Claude Duvalier, genannt „Baby Doc”, zu seinem Nachfolger bestimmen konnte; und nach dem Tod seines Vaters übernahm der junge Duvalier auch sogleich das Amt des Staatspräsidenten. Nach Protesten der Bevölkerung gegen die wirtschaftlichen und politischen Repressionen der Regierung wurde Jean Claude Duvalier abgesetzt und musste Anfang 1986 nach Frankreich fliehen.
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