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Windows Live® Suchergebnisse UnionsgesetzeEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Act of Union von 1536; Act of Union von 1707; Act of Union von 1800; Act of Union von 1840
Unionsgesetze (Acts of Union), Gesetze zur Vereinigung von England und Wales (1536), England und Wales mit Schottland (1707), Großbritannien und Irland (1800), und den britischen Provinzen Oberkanada und Unterkanada (1840).
Der Act of Union von 1536 wurde unter Heinrich VIII., dem zweiten englischen König aus dem walisischen Hause Tudor, verabschiedet. Das Gesetz dehnte den Geltungsbereich der englischen Gesetze auf Wales aus und vereinigte so formell England und Wales. Die walisischen Marken im Grenzbereich zwischen England und Wales, die bislang relativ unabhängigen Lords unterstanden, wurden jetzt in neue Grafschaften aufgeteilt oder in bereits bestehende eingegliedert. Wales durfte 24 Abgeordnete ins englische Unterhaus entsenden.
Mit der Verabschiedung des Act of Union von 1707 durch die Parlamente von England und Schottland wurde das Vereinigte Königreich Großbritannien geschaffen. Schottland behielt sein Rechtssystem und die presbyterianische Kirche bei; das schottische Parlament wurde dem englischen eingegliedert: Schottland war nun mit 45 Abgeordneten im englischen Unterhaus und mit 16 Peers im Oberhaus vertreten. Mit Jakob VI. von Schottland aus dem Hause Stuart, der als Jakob I. im Jahre 1603 Elizabeth I. auf dem englischen Thron nachfolgte, waren die beiden Länder in Personalunion vereinigt worden; ansonsten blieben die beiden Königreiche eigenständige Staatswesen. Unter Oliver Cromwell wurden die beiden Königreiche 1654 zum Commonwealth zusammengeschlossen. Als mit Karl II. im Jahre 1660, nach der Englischen Revolution, die Monarchie in England wiederhergestellt worden war, wurden England und Schottland wieder getrennt. Der Anstoß zur Vereinigung war die Folge von Unstimmigkeiten zwischen den beiden Parlamenten; u. a. weigerte sich Schottland, dem Act of Settlement von 1701 zuzustimmen, laut dem nach dem Tod der Königin Anna (der letzten Monarchin aus dem Hause Stuart) die Thronfolge in England an das Haus Hannover übergehen sollte. England befürchtete, Schottland könnte einen der verbannten katholischen Stuarts zum schottischen König erheben, und kam dem mit der formellen Vereinigung der beiden Königreiche zuvor.
Dieses Unionsgesetz trat am 1. Januar 1801 in Kraft und schloss das Königreich Großbritannien mit Irland zum Vereinigten Königreich Großbritannien und Irland zusammen. Das Parlament von Dublin wurde aufgelöst; Irland erhielt 32 Sitze im britischen Oberhaus und 100 Sitze im Unterhaus; und die Verwaltung Irlands wurde nun dem britischen Kabinett unterstellt. Die anglikanische Kirche Irlands wurde mit der von England vereinigt; die Katholiken, die Mehrheit in Irland, blieben weiterhin vom Parlament und von Staatsämtern ausgeschlossen; die Katholikenfrage war nach wie vor ungelöst.
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