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Windows Live® Suchergebnisse IkoneEnzyklopädieartikel
Ikone (griechisch eikon: Bild), in der Regel auf eine Holztafel gemaltes kleinformatiges Kultbild der östlichen christlichen Kirchen, dessen Hintergrund häufig aus Blattgold oder unedlen Metallschichten besteht. Es ist normalerweise an einer Ikonostase angebracht, einer mit bis zu drei Türen durchbrochenen Wand, die den Altar- vom Gemeinderaum trennt, und stellt biblische Szenen und heilige Handlungen, aber auch heilige Personen dar, die nach theologischer Definition Gegenstand der Verehrung, nicht jedoch der Anbetung sind. Die Herstellung von Ikonen galt als liturgische Handlung und unterlag daher einer strengen Formalisierung. Die Ikonenmalerei geht bis ins 4. Jahrhundert zurück und verbreitete sich von Byzanz aus bis über die Balkanländer. Von den frühesten Ikonen sind nur wenige erhalten geblieben. Einige Wachsmalereien (Enkaustiken) auf Holztafeln aus dem 6. und 7. Jahrhundert, die im Katharinenkloster auf der Halbinsel Sinai gefunden wurden, zeigen realistische, lebensechte Gesichter mit intensivem Gesichtsausdruck. Für den Privatgebrauch fertigte man kleine Ikonen, häufig in Form von Miniaturmosaiken, wie jenes von Johannes Chrysostomos (frühes 14. Jahrhundert, Dumbarton Oaks Byzantine Collection, Washington D.C.). Nachdem es im Zug des Ikonoklasmus im 8. Jahrhundert zur Verfolgung der Bilderverehrung gekommen war, wurde die Ikone erst in den darauf folgenden Jahrhunderten wieder Kultbild für die religiöse Verehrung. Gemalte Ikonen mit Christus, der Jungfrau Maria und verschiedenen Heiligen, meist in einer streng vorgegebenen Anordnung nebeneinander aufgehängt, wurden zu den wichtigsten religiösen Bildnissen der byzantinischen, griechisch-orthodoxen und russisch-orthodoxen Kirchen. Obwohl Ikonenmaler in der Regel anonym blieben, sind einige namentlich bekannt: etwa Andrej Rubljow oder Theophanes der Grieche. Beide Künstler, die im späten 14. und frühen 15. Jahrhundert in Russland arbeiteten, begründeten die Blüte der russischen Ikonenmalerei. Mit ihrer Arbeit vereinigte sich spirituelle Anmut und technische Meisterschaft zu einer Synthese, wie sie später nie wieder erreicht worden ist.
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