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Windows Live® Suchergebnisse Giorgio VasariEnzyklopädieartikel
Giorgio Vasari (1511-1574), italienischer Kunstschriftsteller, Maler und Baumeister. Seine Lebensbeschreibungen italienischer Künstler zählen zu den bedeutendsten Quellen zur Kunst der italienischen Renaissance. Vasari wurde am 30. Juli 1511 in Arezzo (Toskana) geboren. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er in Florenz. Dort wurde er von den Medici, die die Politik und das kulturelle Leben der Stadt beherrschten, gefördert und gemeinsam mit Alessandro und Ippolito de’ Medici unterrichtet. Neben Baccio Bandinelli wurde Andrea del Sarto sein wichtigster Lehrer. Sein intensives Studium von Sprachen und antiken Quellen prägte seine spätere schriftstellerische Tätigkeit. Ab 1537 malte Vasari einige Fresken in Rom und Florenz sowie Altarbilder und Porträts. Außerdem entwarf er Kostüme und Bühnendekorationen für verschiedene Festlichkeiten. In Rom studierte er die Werke Michelangelos, die sein späteres architektonisches Schaffen prägen sollten. Hier verschaffte ihm einer seiner Auftraggeber Zugang zu den gelehrten Kreisen um Kardinal Alessandro Farnese, den späteren Papst Paul III. Er lernte andere Künstler kennen, aber auch Historiker wie Paolo Giovio und Literaten wie Annibale Caro. Vermutlich waren es diese Kontakte, die Vasari zur Abfassung seiner Lebensbeschreibungen italienischer Künstler bewogen, auf denen bis heute sein Ruhm beruht. Das Werk Le vite de’ più eccellenti architetti, pittori et scultori italiani (1550; Die Lebensbeschreibungen der berühmtesten italienischen Architekten, Maler und Bildhauer, überarbeitet und erweitert 1568) war die erste umfassende Sammlung von Künstlerbiographien überhaupt. Zurück in Florenz gründete er dort 1563 die Accademia del Disegno. Vasari starb am 27. Juni 1574 in Florenz. Die ersten Werke, die Vasari als Auftragsarbeiten ausführte, waren Fresken. So schuf er im Palazzo della Cancelleria in Rom das Fresko Leben Pauls III. (1546). Im Palazzo Vecchio in Florenz und in der Sala Regia des Vatikans malte er ab 1555 verschiedene Bilderzyklen, die ihn als Maler des Manierismus ausweisen. Sein bedeutendstes architektonisches Werk ist der Palazzo degli Uffizi (ab 1560) in Florenz, den er im Auftrag Cosimo I. de’ Medicis als Verwaltungsgebäude errichtete (der Komplex beherbergt heute die berühmte Gemäldegalerie Uffizien). Weitere Bauwerke Vasaris ist die Chiesa di Badia in Arezzo (um 1550) und der Verbindungsgang zwischen dem Palazzo Pitti und dem Palazzo Vecchio in Florenz (ab 1565). Am bekanntesten wurde Vasari jedoch als Kunstschriftsteller. Die überarbeitete Ausgabe seiner Biographiensammlung beinhaltet neben der Vita Michelangelos und anderer bedeutender Maler seiner Zeit – darunter Cimabue, Giotto, Brunelleschi, Donatello, Masaccio, Raffael und Leonardo – auch Vasaris Autobiographie. Das Werk enthält seine persönlichen Beurteilungen der beschriebenen Künstler sowie Diskussionen über den Zustand der Kunst. Vasaris unbeschwerter, natürlicher Schreibstil trug dazu bei, dass dieses Werk zu einem der meistgelesenen Bücher zur Kunstgeschichte wurde.
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