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Windows Live® Suchergebnisse Sir William RamsayEnzyklopädieartikel
Sir William Ramsay (1852-1916), britischer Chemiker und Nobelpreisträger, der die vier Edelgase Neon, Argon, Krypton und Xenon entdeckte und maßgeblich an der Entdeckung und Charakterisierung von Helium und Radon beteiligt war. Ramsay wurde am 2. Oktober 1852 in Glasgow geboren. Nach Abschluss der Schulausbildung studierte Ramsay an den Universitäten von Glasgow, Heidelberg (bei Robert Bunsen) und Tübingen. Er arbeitete als Professor der Chemie an der Universität Bristol (1880-1887) und an der Universität London (1887-1913). 1894 entdeckte Ramsay zusammen mit dem englischen Physiker Lord Rayleigh das Edelgas Argon. Ein Jahr darauf machte Ramsay, und unabhängig von ihm der Schwede Per Theodor Cleve, eine bedeutende Feststellung: Bei dem aus uranhaltigen Mineralien erhältlichen Gas handelt es sich um ein bis dahin unbekanntes Edelgas. Die Spektrallinien im Spektrum dieses Gases stimmten mit denen überein, die 30 Jahre zuvor die Astronomen Pierre Janssen (Frankreich) und Joseph Norman Lockyer (England) im Sonnenspektrum gefunden hatten. Vor diesem Hintergrund kam das neue Edelgas zu seinem Namen Helium (griechisch helios: Sonne). 1898 fand Ramsay allein die Edelgase Neon, Krypton und Xenon. 1902 wurde der Forscher in den Adelsstand erhoben. Im Jahr 1903 erkannte Ramsay zusammen mit dem Physikochemiker Frederick Soddy, dass Helium als Zerfallsprodukt bei der Radioaktivität auftreten kann. 1904 erhielt Ramsay für die Entdeckung der Edelgase und deren Einordnung in das Periodensystem der Elemente den Nobelpreis für Chemie. Ramsay starb am 23. Juli 1916 in High Wycombe (Buckinghamshire). Ramsay veröffentlichte diverse Werke, darunter z. B. A System of Inorganic Chemistry (1891), The Gases of the Atmosphere (1896), Modern Chemistry, 2 vol. (1900) sowie Elements and Electrons (1913).
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