![]() |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Heinrich III. (von England)Enzyklopädieartikel
Heinrich III. (von England), (1207-1272), König von England (1216-1272), Sohn und Nachfolger König Johanns I. Ohneland aus dem Hause Plantagenet. Heinrich war neun Jahre alt, als sein Vater starb und er die Nachfolge antrat. Während seiner Minderjährigkeit lag die Regierung des Königreiches in den Händen von William Marshal, dem Earl von Pembroke, und nach dessen Tod 1219 übernahm Hubert de Burgh die Regierungsgeschäfte. 1227 erlangte Heinrich die Volljährigkeit, 1232 entließ er Hubert de Burgh und regierte selbständig ohne die Mithilfe von Ministern. Er besetzte Staats- und Kirchenämter mit Günstlingen aus dem Ausland, darunter einige Verwandte seiner Gattin Eleonore von der Provence, die er 1236 geheiratet hatte. Dadurch und durch Verschwendung von Geldern für kriegerische Unternehmungen auf dem Festland, vor allem in Frankreich, erregte Heinrich das Missfallen der Barone. Heinrich sagte dem Papst eine große Summe Geldes zu, um für einen seiner Söhne die sizilianische Krone zu erhalten; und als er diese Summe dann von den Baronen einforderte, verweigerten die sich dem König und zwangen ihn 1258 zur Annahme der Provisionen von Oxford, in denen sich Heinrich einverstanden erklärte, seine Macht mit den Baronen zu teilen. Wenig später widerrief Heinrich mit päpstlicher Unterstützung die Provisionen. Die Barone erhoben sich gegen den König, und die Angelegenheit wurde schließlich zur Schlichtung an König Ludwig IX. von Frankreich übergeben, der in seinem Schiedsspruch, der Mise d’Amiens (1264), zugunsten Heinrichs entschied. Daraufhin rüsteten sich die Barone mit Simon de Montfort an der Spitze zum Krieg, besiegten Heinrich in der Schlacht bei Lewes und nahmen ihn gefangen. 1265 schlug das königliche Heer unter dem Sohn und Erben Heinrichs, dem späteren Eduard I., die Barone bei Evesham, circa 40 Kilometer südlich von Birmingham. Simon de Montfort fiel in der Schlacht, und die Barone einigten sich 1267 mit Eduard auf einen Kompromiss. Eduard übernahm die Regentschaft und trat nach dem Tode Heinrichs die Thronfolge an.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |