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Artikelgliederung
Einleitung; Physische Geographie; Bevölkerung; Bildung und Kultur; Verwaltung und Politik; Wirtschaft; Geschichte
Madagaskar, amtlich Republik Madagaskar, Staat im Indischen Ozean, von der Südostküste Afrikas durch die Straße von Moçambique getrennt. Die Republik Madagaskar besteht aus der Insel Madagaskar, der mit 1 580 Kilometer Länge und bis zu 580 Kilometer Breite viertgrößten Insel der Welt, sowie einigen kleineren Inseln (Nosy Be: 293 Quadratkilometer, Nosy Boraha: 165 Quadratkilometer). Insgesamt umfasst die Republik eine Fläche von 587 041 Quadratkilometern. Antananarivo ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt.
Das Landesinnere wird von einer von Gebirgen umrahmten Hochebene geprägt. Diese sind teils vulkanischen Ursprungs und erheben sich im Maromokotro, im Norden des Landes, bis zu einer Höhe von 2 876 Metern. Die Ankaratraberge nahe der Stadt Antananarivo erreichen eine maximale Höhe von 2 643 Metern. Die Landschaft fällt nach Osten steil ab zu einem schmalen Tiefland, das bis an den Indischen Ozean reicht. Nach Westen neigt sich das Gelände allmählich zu einer etwas breiteren Küstenebene an der Straße von Moçambique. Die fruchtbarsten Böden sind im Küstentiefland und in den Flusstälern der zentralen Hochebene entwickelt.
Die Hauptflüsse Madagaskars heißen Betsiboka, Tsiribihina, Mangoky und Onilahy. Sie entspringen in den Hochländern nahe der Ostküste, fließen in westlicher Richtung durch fruchtbare Täler und münden in die Straße von Moçambique. Die Flüsse, die in den Indischen Ozean münden, sind dagegen kurz, haben hohe Fließgeschwindigkeiten und stürzen häufig von den Hochlandgebieten in Wasserfällen herab. Der größte See ist der Alaotrasee in der Nähe von Toamasina. Die durch übermäßige Entwaldung verursachte Bodenerosion und eine unzureichende Abwasserentsorgung sind Hauptgründe für eine starke Verschmutzung von Oberflächengewässern. In ländlichen Regionen haben nur 35 Prozent (2004) der Bevölkerung Zugang zu sauberem Wasser. Insgesamt verfügen lediglich 50 Prozent (2004) der Gesamtbevölkerung Madagaskars über eine Versorgung mit unbedenklichem Trinkwasser.
Madagaskar hat ein weitgehend tropisches Klima. Der östliche Landesteil erhält hohe Niederschläge, stellenweise werden über 3 000 Millimeter im Jahr erreicht. Die im Regenschatten des Südostpassats liegende zentrale Hochebene ist wesentlich trockener. Der meiste Regen fällt hier zwischen November und April, bis Oktober herrscht Trockenzeit. Im Süden und Südwesten werden in einigen Regionen sogar 400 Millimeter Jahresniederschlag unterschritten. In den Küstenregionen ist es im Allgemeinen das ganze Jahr über heiß. Im östlichen Tiefland betragen die Jahresdurchschnittstemperaturen 20 bis 26 °C. In der zentralen Hochebene herrscht ein gemäßigtes Klima mit warmen Sommern und kühlen Wintern. Im Sommer können Orkane Madagaskar erreichen.
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