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Windows Live® Suchergebnisse GalicienEnzyklopädieartikel
Galicien (spanisch Galicia), autonome Region im Nordwesten Spaniens, umfasst die Provinzen La Coruña, Lugo, Orense und Pontevedra; die Hauptstadt ist Santiago de Compostela. Die Region ist dank des maritimen Klimas die niederschlagsreichste in ganz Spanien und aufgrund der üppigen Vegetation überwiegend agrarisch strukturiert; daneben sind Fischerei und Forstwirtschaft, aber auch Bergbau, Eisen-, Stahl- und chemische Industrie sowie der Schiffsbau und die Seehäfen von wirtschaftlicher Bedeutung. In Galicien hat sich eine eigene Sprache erhalten, das Galicische, eine mit dem Portugiesischen verwandte Sprache, die 1975 als spanische Regionalsprache anerkannt wurde. Galicien war zur Zeit der römischen Eroberung unter Augustus von keltischen Callaici bewohnt. Nach der römischen Eroberung wurde Galicien unter dem Namen Gallaecia oder Callaecia Teil der Provinz Hispanica citerior. 411 errichteten die germanischen Sweben in Galicien ein eigenständiges Königreich; 585 wurde es Teil des westgotischen Tolosanischen Reiches. 711 fiel die Region wie fast die gesamte Iberische Halbinsel an die muslimischen Mauren. Im 10. und 11. Jahrhundert war Galicien erneut jeweils für kurze Zeit ein selbständiges Königreich, gehörte ansonsten zumeist zum Königreich León und fiel mit diesem 1230 an die kastilische Krone. 1981 erhielt Galicien autonomen Status. Vor der Küste der spanischen Region ereignete sich im November 2002 ein schweres Tankerunglück. Am 13. November havarierte der Öltanker Prestige mit 77 000 Tonnen Schweröl an Bord. Rettungsmaßnahmen wurden durch schwere Stürme und hohe Wellen behindert, das Schiff trieb bis nahe an das Festland. Zur Verhinderung einer größeren Ölverseuchung wurde es von Schleppern von der Küste weggezogen. Am 19. November brach es vollständig auseinander und sank etwa 250 Kilometer vor der galicischen Küste. Bei dem Unglück strömten mehrere tausend Tonnen Schweröl ins Meer, ein Teil davon erreichte die Küste, die auf einer Länge von einigen hundert Kilometern verseucht wurde. Die Katastrophe verursachte immense Schäden an der marinen Fauna und Flora und brachte der Fischerei schwerste Einbußen. Die Fläche der Region beträgt 29 575 Quadratkilometer; die Einwohnerzahl liegt bei 2,77 Millionen.
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