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Windows Live® Suchergebnisse Nikolaj Rimskij-KorsakowEnzyklopädieartikel
Nikolaj Rimskij-Korsakow (1844-1908), russischer Komponist und Dirigent. Rimskij-Korsakow wurde am 18. März 1844 in Tichwin in der Nähe von Nowgorod geboren. Ab 1856 studierte er an der Marineakademie in Sankt Petersburg, nahm aber auch Instrumentalunterricht. 1861 lernte er über Milij Balakirew die „Gruppe der 5” kennen, eine Vereinigung junger, national gesinnter russischer Komponisten, der auch Aleksandr Borodin, Modest Mussorgskij und César Cui angehörten. 1871 erhielt er eine Professur am Konservatorium von Sankt Petersburg (heute N. A. Rimskij-Korsakow Staatskonservatorium), 1874 bis 1881 leitete er die Freischule für Musik und von 1886 bis 1890 die Konzerte des Russischen Sinfonieorchesters. Rimskij-Korsakow war eine der zentralen Figuren des russischen Musiklebens seiner Zeit. Zu seinen Schülern gehörten Glasunow, Respighi, Strawinsky und Prokofjew. Er vollendete Borodins Oper Fürst Igor (1889) und instrumentierte Mussorgskijs Oper Boris Godunow (1896). Er starb am 21. Juni 1908 in Ljubensk bei Sankt Petersburg. Rimskij-Korsakow war ein Meister der Instrumentierung und der koloristischen Darstellung. Seine Orchesterarbeit hatte großen Einfluss auf seine Schüler, zu denen die russischen Komponisten Igor Strawinsky und Alexandr Glasunow gehörten. Seine Abhandlung Die Grundlagen der Instrumentierung wurde 1913 veröffentlicht. Zu seinen wichtigsten Werken zählen u. a. die Opern Snegojiratschka (1880-1881, Schneeflöckchen) und Le coq d’Or (1906-1907, Der goldene Hahn), außerdem die Orchesterwerke Capriccio Espagnol (1887), Scheherazade (1888) und Russische Ostern (1888). Darüber hinaus schrieb er drei Sinfonien, ein Klavierkonzert, Kammer- und Klaviermusik, Chorwerke und Lieder. Seine Autobiographie Chronik meines musikalischen Lebens wurde posthum 1909 (deutsche Ausgabe 1928) veröffentlicht.
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