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Windows Live® Suchergebnisse Enver PaschaEnzyklopädieartikel
Enver Pascha (1881-1922), türkischer General und Politiker, leitete während des 1. Weltkrieges die militärischen Operationen der Türken. Enver Pascha wurde am 23. November 1881 in Istanbul geboren. 1902 ging er von der türkischen Militärakademie ab und kam anschließend in Makedonien im Kampf gegen griechische und bulgarische Nationalisten zum Einsatz. 1906 schloss sich Enver Pascha der Reformbewegung der Jungtürken an; an der jungtürkischen Revolution von 1908, die zur Wiedereinführung der suspendierten Verfassung von 1876 führte, hatte Enver Pascha maßgeblichen Anteil. Nach einem kurzen Aufenthalt in Berlin als Militärattaché 1909 kehrte Enver Pascha rasch wieder nach Istanbul zurück, wo er im April einen gegenrevolutionären Putsch niederwarf. 1911/12 nahm er mit Auszeichnung am Italienisch-Türkischen Krieg in Libyen sowie 1912/13 an den Balkankriegen teil; im Januar 1913 wirkte er am zweiten Staatsstreich der Jungtürken mit. Im Juli 1913 eroberte Enver Pascha Edirne zurück. Als Kriegsminister ab 1914 war seine vordringlichste Aufgabe zunächst die Neuorganisation der demoralisierten Armee, und im August 1914 handelte Enver Pascha ein Bündnis mit Deutschland aus. Nach der Kriegserklärung der Alliierten an die Türkei im 1. Weltkrieg wurde er Vizegeneralissimus der türkischen Armee. Nach dem Sieg der Alliierten 1918 floh Enver Pascha, der für die türkische Niederlage mitverantwortlich gemacht und entlassen worden war, zuerst nach Deutschland, dann nach Sowjetrussland. 1921 brach er mit den Sowjets und unterstützte in Zentralasien einen muslimischen Aufstand gegen die Sowjetregierung. Enver Pascha fiel am 4. August 1922 im Kampf gegen sowjetische Truppen in Tadschikistan.
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