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Sri LankaEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Sri Lanka ist bekannt für die Schönheit und Vielfalt seiner Vegetation. Insgesamt sind rund 28 Prozent der Landesfläche bewaldet. Im Südwesten des Landes sind riesige Flächen von dichtem tropischen Regenwald bedeckt. Die höheren Bergregionen sind ebenfalls stark bewaldet. In den Küstenebenen gedeihen viele verschiedene Palmenarten. Savannen und Trockenwälder bestimmen den nördlichen und östlichen Teil der Insel. Die Tierwelt Sri Lankas, zu der auch viele vom Aussterben bedrohte Tierarten zählen, ist sehr vielfältig und umfasst u. a. Geparden, Leoparden, verschiedene Affenarten und Elefanten. Es gibt auch zahlreiche Reptilienarten, darunter Krokodile und Pythons.
Die Entwaldungsrate ist sehr hoch, da die Regenwälder für die Gewinnung von Brennholz, für den Holzexport oder für die Anlage von Plantagen gerodet werden. Dadurch geht ein Großteil des Lebensraumes für die Flora und Fauna verloren, und die Böden unterliegen verstärkter Erosion. Ein weiteres Problem ist die Wilderei, der noch immer zahlreiche gefährdete Arten zum Opfer fallen. Die Ökosysteme an der Küste Sri Lankas leiden unter der Einleitung von Abwässern. Dennoch bemüht sich die Regierung von Sri Lanka um den Erhalt der Tier- und Pflanzenwelt. Etwa 15,5 Prozent (2007) der Landesfläche stehen unter Naturschutz. Das Schutzgebiet Sinharaja umfasst eines der letzten Gebiete unberührten Regenwaldes auf der Insel. Es wurde 1988 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.
Etwa 74 Prozent der Bevölkerung Sri Lankas sind Singhalesen. Die größten Minderheiten sind die Ceylon-Tamilen und die indischen Tamilen, die zusammen etwa 18 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Die übrige Bevölkerung umfasst die Moors (Nachfahren der arabischen See- und Handelsleute), die Burgher (Nachkommen der Portugiesen und Niederländer), die Malaien und die Wedda, die Ureinwohner Sri Lankas. Die Einwohnerzahl Sri Lankas beträgt etwa 21,1 Millionen (2008); daraus ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von 326 Menschen pro Quadratkilometer.
21 Prozent der Bevölkerung Sri Lankas leben in Städten. Die Hauptstadt Colombo hat etwa 642 000 Einwohner. Die wichtigsten Städte sind neben der Hauptstadt der Seehafen Jaffna (146 000), der Regierungssitz Sri Jayawardenepura (117 000), die ehemalige Hauptstadt Kandy (110 000) und der Seehafen Galle (90 900).
Die Amtssprachen Sri Lankas sind Singhalesisch (Sinhala) und Tamil. Singhalesisch ist eine indoarische Sprache, deren Wurzeln im Sanskrit und im Pali liegen und die von mehr als 70 Prozent der Bevölkerung gesprochen wird. Die Menschen in den nördlichen und östlichen Provinzen, etwa 20 Prozent der Gesamtbevölkerung, sprechen Tamil, eine der dravidischen Sprachen (indische Sprachen). Englisch war offiziell bis 1957 Amtssprache und wird heute als Handels- und Bildungssprache eingesetzt
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