![]() |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Seite 5 von 7
Sri LankaEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Sri Lanka gliedert sich administrativ in neun Provinzen – Western, Southern, Sabaragamuwa, Central, Uwa, Eastern, North-Western, North-Central und Northern –, die sich ihrerseits jeweils aus zwei bis drei Distrikten (insgesamt 25) zusammensetzen. Auf allen Ebenen existieren zwar Lokalregierungen, die jedoch angesichts des zentralistischen Staatsaufbaus nur wenig Autorität und geringen Handlungsspielraum haben.
Wichtigste Parteien und politische Gruppierungen in Sri Lanka sind das Linksparteienbündnis People’s Alliance (PA), die liberal-konservative United National Party (UNP), die Independent Group Jaffna, hinter der sich die Eelam People’s Democratic Party (EPDP) verbirgt, der Sri Lanka Muslim Congress (SLMC), die Tamil United Liberation Front (TULF), die Democratic People’s Liberation Front (DPLF) als politischer Arm der People’s Liberation Organization of Tamil Eelam (PLOTE), die Sri Lanka Progressive Front (SLPF) und die Independent Group Nuwara Eliya. Die tamilische Befreiungsorganisation Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) tritt seit Aufhebung ihres Verbotes 2002 auch als politische Pressuregroup auf.
Sri Lankas Wirtschaft beruht hauptsächlich auf der Landwirtschaft, die teilweise der Selbstversorgung, teilweise dem Export dient. Auf verstaatlichten Plantagen werden Tee, Kautschuk und Kokosnüsse angebaut, die fast die Hälfte der Exporteinnahmen des Landes ausmachen. Neben dem traditionellen Handwerk und dem Fremdenverkehr sind auch Industrie und Bergbau von wirtschaftlicher Bedeutung. Abgebaut werden Edel- und Halbedelsteine, Graphit, Kaolin und Titanrohstoffe. Gegen Ende der siebziger Jahre startete die Regierung ein neues Programm zur Beschleunigung des wirtschaftlichen Wachstums, das auch die Abschaffung verschiedener staatlicher Monopole beinhaltete, um den Wettbewerb auf dem privaten Sektor anzukurbeln. Mitte der achtziger Jahre versuchte sie, ausländische Investoren für exportorientierte Industriezweige zu gewinnen. In den neunziger Jahren verschlechterten sich Sri Lankas Zukunftsaussichten jedoch infolge der hohen Arbeitslosigkeit und der blutigen Auseinandersetzungen zwischen Singhalesen und Tamilen. Sri Lankas Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegt bei 26 964 Millionen US-Dollar, was einem BIP pro Einwohner von 1 355,90 US-Dollar entspricht. Die Handelsbilanz von Sri Lanka ist negativ.
Etwa 29 Prozent der Fläche Sri Lankas werden landwirtschaftlich genutzt, davon rund 12 Prozent für den Teeanbau. Sri Lanka ist der drittgrößte Teeproduzent der Erde, nach Indien und China. Der Export von Tee bringt etwa ein Viertel der gesamten Exporteinnahmen des Landes. Das Grundnahrungsmittel der Bevölkerung und die wichtigste Nutzpflanze der Insel ist Reis. Für den Reisanbau wird mehr Fläche bewirtschaftet als für den Anbau jeder anderen Nutzpflanze. Gemüse wird nur in kleinen Mengen und nur für den Eigenbedarf angebaut. Große Mengen Zucker, Weizen und Reis müssen importiert werden.
Der Bedarf an Holz wird durch die staatlichen Waldbestände gedeckt. Die jährliche Holzernte beträgt etwa 9,1 Millionen Kubikmeter. Mehr als 90 Prozent der Holzernte werden als Brennstoff verwendet. Das Fischereiwesen beschränkt sich auf einen kleinen Küstenstreifen und trägt nur relativ wenig zur Volkswirtschaft bei. 2005 beliefen sich die Fangzahlen auf etwa 164 230 Tonnen Fisch.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |