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Windows Live® Suchergebnisse Wilhelm II. Rufus (von England)Enzyklopädieartikel
Wilhelm II. Rufus (von England), (um 1056 bis 1100), König von England (1087-1100). Wilhelm war der dritte Sohn Wilhelm des Eroberers, der ihn zu seinem Nachfolger in England und seinen ältesten Sohn Robert Kurzhose zum Herzog der Normandie designiert hatte. Wilhelm Rufus wurde 1087 in der Westminster Abbey gekrönt. Im folgenden Jahr führte Wilhelms Onkel, Bischof Odo von Bayeux, einen Aufstand normannischer Barone an, die Wilhelm zugunsten Roberts stürzen wollten; Wilhelm konnte die Rebellion niederschlagen. 1089, 1091 und 1094 fiel Wilhelm in der Normandie ein und konnte jedes Mal einige Zugeständnisse von seinem Bruder Robert erwirken. Außerdem zwang er den schottischen König Malcolm III. MacDuncan, ihm den Lehenseid zu leisten, und 1092 besetzte er die Stadt Carlisle sowie andere von Malcolm in Cumberland und Westmorland beanspruchte Gebiete. 1096 verpachtete Robert die Normandie zur Finanzierung eines Kreuzzuges an Wilhelm. In der Folge eroberte Wilhelm Besitz zurück, den sein Bruder als Herzog der Normandie verloren hatte, so z. B. die Grafschaft Maine. 1089, nach dem Tod des Erzbischofs Lanfranc von Canterbury, ließ Wilhelm das Bistum zunächst unbesetzt und nutzte hier wie auch in anderen unbesetzten Bistümern das Kirchengut für seine eigenen Zwecke. Erst 1093 berief Wilhelm Anselm, den Abt von Bec, als neuen Erzbischof; doch die beiden gerieten in Konflikt über Wilhelms Befugnis, kirchliche Würdenträger zu ernennen und zu investieren. Wilhelm wurde am 2. August 1100 auf der Jagd im New Forest in Hampshire getötet. Der Überlieferung nach soll der Täter ein Normanne namens Walter Tirel (gestorben nach 1100) gewesen sein; unklar ist, ob es sich um einen Mord oder einen Unfall handelte. Wilhelm wurde in Winchester bestattet. Sein Nachfolger wurde sein jüngerer Bruder Heinrich I.
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