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Kwakiutl

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„Wolfstanz” der Kwakiutl„Wolfstanz” der Kwakiutl

Kwakiutl, Bündnis mehrerer Indianervölker, die an der Küste im kanadischen British Columbia, auf den Queen Charlotte Islands sowie auf der nördlichen Vancouver Island leben. Die Kwakiutl bilden eine Gruppe der Wakash-Sprachfamilie. Früher ernährten sie sich von der Jagd und vom Fischfang und wurden von Geheimgesellschaften regiert. Ihre Gemeinschaft war hierarchisch gegliedert, wobei die Rangstellung durch erbliche Vorrechte bestimmt war. Der soziale Status definierte sich über persönlichen Besitz, der oftmals in Decken oder Kupferplatten gemessen wurde. Dieser Status war meist unabhängig vom vererbbaren Rang. Die ostentative Zurschaustellung von Reichtum war im gesellschaftlichen Leben von großer Bedeutung. Bei den heute von den Kwakiutl wieder entdeckten Zeremonien wie etwa dem Potlatch ging es um einen auf Konkurrenz angelegten Austausch von Geschenken, der von ritueller Prahlerei und Beleidigung begleitet war. Die reichsten unter den Kwakiutl nahmen den Potlatch als Anlass, ihr Eigentum öffentlich zu zerstören. Dieser Akt galt als überzeugendster Beweis für Rang und Reichtum. Aufschlüsse über die Kultur der Kwakiutl gaben vor allem die Beobachtungen des Ethnologen Franz Boas, der in mehreren Untersuchungen ihre Bräuche und ihre Lebensweise darstellte. Heute leben noch etwa 7 500 Kwakiutl. Die meisten von ihnen sind Lohnarbeiter oder in der industriellen Fischverarbeitung tätig.

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