Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Joseph Priestley

Windows Live® Suchergebnisse

  • Joseph Priestley College

    LATEST NEWS... Course guide for 2008-09. now available on . our ' Find A Course ' section . Check out details on our. enrolment sessions for 2008 . Course Enquiries:

  • Joseph Priestley - Wikipedia, the free encyclopedia

    Joseph Priestley (13 March 1733 (Old Style) – 6 February 1804) was an 18th-century British theologian, Dissenting clergyman, natural philosopher, educator, and political theorist ...

  • Joseph Priestley – Wikipedia

    Joseph Priestley (* 13. März 1733 in Birstall bei Leeds, England; † 6. Februar 1804 in Northumberland, Pennsylvania, USA) war ein englisch-amerikanischer Theologe des ...

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Joseph Priestley

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Joseph PriestleyJoseph Priestley

Joseph Priestley (1733-1804), englischer Prediger und Sprachlehrer, der sich zeitweise auch der Chemie widmete; er entdeckte u. a. die Gase Sauerstoff und Kohlenmonoxid. Priestley wurde am 13. März 1733 in Fieldhead (Yorkshire) als Sohn eines Tuchmachers geboren. Er studierte an der Deventry Academy Theologie, hörte aber auch naturwissenschaftliche und philosophische Vorlesungen. Sein erstes geistliches Amt übte er ab 1755 in Needham Market (Suffolk) aus. Von 1758 bis 1761 war er Pfarrer in Nantwich (Cheshire). Später arbeitete Priestley als Privatlehrer an der Warrington Academy in Lancashire, wo er für Studenten, die in Industrie und Handel einsteigen wollten, praktische Kurse einrichtete. Er verfasste 1761 die Abhandlung The Rudiments of English Grammar, die von älteren, klassischen Auffassungen abwich. Im Jahr 1762 erhielt er die Priesterweihe.

Priestley wurde darin bestärkt, Experimente in dem neuen Wissenszweig der Elektrizität durchzuführen. Vor allem der amerikanische Staatsmann und Politiker Benjamin Franklin, mit dem er 1766 in London zusammentraf, unterstützte seine Vorhaben. Im darauf folgenden Jahr schrieb Priestley The History of Electricity. Er entdeckte außerdem, dass Holzkohle Elektrizität leiten kann. Im Jahre 1767 wurde Priestley Pfarrer in Leeds (Yorkshire). Zu dieser Zeit wuchs sein Interesse an der Erforschung der Gase. 1772 stellte ihn der einflussreiche Earl William Petty Shelburne als Bibliothekar und gelehrten Gesellschafter ein.

Priestley entdeckte 1774 im Verlauf seiner Experimente den Sauerstoff und beschrieb dessen Rolle bei der Verbrennung und der Atmung. Als Verfechter der Phlogistontheorie nannte er das neue Gas dephlogistisierte Luft. Er erfasste die zukünftige Bedeutung seiner Entdeckung jedoch nicht vollständig. (Möglicherweise hat der schwedische Chemiker Carl Wilhelm Scheele Sauerstoff vor Priestley entdeckt, er gab allerdings die Entdeckung nicht rechtzeitig bekannt.) Priestley entdeckte die Gase Ammoniak, Distickstoffmonoxid, Schwefeldioxid und Kohlenmonoxid und beschrieb deren Eigenschaften. Während seiner Laufbahn blieb Priestley gegenüber den Theorien des französischen Chemikers Antoine Laurent de Lavoisier, der den Sauerstoff benannte und seine Rolle bei der Verbrennung richtig beschrieb, feindlich gesinnt.

1780 gab Priestley seine Stellung bei Petty wegen religiöser Differenzen auf und wurde Pfarrer in Birmingham (Warwickshire, heute in West Midlands). Er hatte sich in dieser Zeit der unitarischen Denkweise zugewandt und wurde als Religionsradikaler angesehen (siehe Unitarismus). Sein Buch History of the Corruptions of Christianity (1782) wurde 1785 öffentlich verbrannt. Da Priestley offen die Französische Revolution unterstützte, wurde sein Haus 1791 niedergebrannt. Er ging nach London und wanderte 1794 in die USA aus, wo er den Rest seines Lebens mit Schreiben verbrachte. Priestley starb am 6. Februar 1804 in Northumberland (Pennsylvania). Seine posthum herausgegebenen Schriften Theological and Miscellaneous Works (25 Bd., 1817-1832) und Memoirs and Correspondence (2 Bd., 1831/32) behandeln vielfältige Themen aus Wissenschaft, Politik und Religion.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft