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Windows Live® Suchergebnisse OsternEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Vorchristliche Traditionen; Die terminliche Festlegung des Osterfestes; Beschlüsse des Konzils von Nicäa; Spätere Methoden zur Terminfestlegung
Ostern, ältestes christliches Fest, an dem die Auferstehung Jesu Christi gefeiert wird. Andere kirchliche Feiertage, die sich über den Zeitraum zwischen dem Septuagesima-Sonntag (dem neunten Sonntag vor Ostern) und dem ersten Adventssonntag verteilen, richten sich nach dem Zeitpunkt des Osterfestes. Am Ostersonntag endet die 40-tägige Fastenzeit, die am Aschermittwoch beginnt. Die Karwoche, die Ostern vorausgeht, beginnt mit dem Palmsonntag und endet am Karfreitag, dem Tag, der an die Kreuzigung Jesu erinnert.
Die Bezeichnung Ostern leitet sich von Ēastre ab, dem angelsächsischen Namen der teutonischen Göttin des Frühlings und der Fruchtbarkeit. Ihr Fest wurde am Tag vor der Frühlings-Tagundnachtgleiche gefeiert. Von den mit diesem Fest verbundenen Bräuchen überdauerte der Osterhase, der ein Symbol der Fruchtbarkeit ist. Auch in anderen Kulturen wurde zu diesem Zeitpunkt der Frühlingsanfang gefeiert. Eine griechische Sage erzählt davon, wie Persephone, die Tochter Demeters, der Göttin der Erde, aus der Unterwelt an das Tageslicht zurückkehrt. Ihre Rückkehr war für die alten Griechen das Symbol für die Wiederkehr des Lebens im Frühling. Bei vielen antiken Völkern gab es ähnliche Legenden. Die Phryger glaubten, dass ihre allmächtige Gottheit sich zum Zeitpunkt der Wintersonnenwende schlafen legte, und sie vollführten zur Frühlings-Tagundnachtgleiche Zeremonien mit Musik und Tanz, um sie zu wecken. Das christliche Osterfest, das viele dieser vorchristlichen Traditionen in sich aufnahm, ging in seiner religiösen Bedeutung unmittelbar aus dem jüdischen Passahfest hervor.
Da Jesus am Vorabend von Passah gekreuzigt wurde und am dritten Tage von den Toten auferstand, wurde das Osterfest der Christen jüdischer Herkunft unmittelbar nach dem Passahfest gefeiert, das nach ihrem babylonischen Mondkalender mit der Vollmondnacht übereinstimmte (den 14. Tag im Monat Nisan, dem ersten Monat des Jahres). Dadurch fiel der Feiertag in jedem Jahr auf verschiedene Wochentage. Heidenchristen feierten die Auferstehung jedoch am ersten Wochentag, dem Sonntag, nach der Tagundnachtgleiche. Aus der unterschiedlichen Berechnung des Ostertermins ergab sich, dass die christlichen Kirchen im Osten in der Tradition des jüdischen Passahfestes feierten. Die westliche Kirche hingegen legte Ostern auf einen Sonntag.
Der römische Kaiser Konstantin I. berief 325 das Konzil von Nicäa ein. Dieses legte fest, dass Ostern nach dem Vollmond gefeiert werden sollte, der auf die Frühlings-Tagundnachtgleiche folgt. Wenn Vollmond an einem Sonntag sei und somit mit dem Passahfest zusammentreffe, dann sollte Ostern an dem darauf folgenden Sonntag gefeiert werden. Auf diese Weise wurde ein zeitliches Zusammenfallen des Oster- und des Passahfestes vermieden. Des Weiteren beschloss das Konzil, dass der Kalendertermin des Osterfestes in Alexandria, dem damals wichtigsten astronomischen Zentrum der Welt, berechnet werden sollte. Mit dem Wissensstand des 4. Jahrhunderts erwies sich jedoch eine genaue Bestimmung des Termins als unmöglich. Das entscheidende damit verbundene astronomische Problem war der Unterschied zwischen dem Sonnenjahr und dem Mondjahr (Epakte). Das größte Problem der Festlegung war die Abweichung zwischen dem astronomischen Jahr und dem damals gebräuchlichen julianischen Kalender.
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