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  • Max Scheler Gesellschaft

    Wenn Martin Heidegger, der Zeitgenosse Max Schelers (1874-1928), davon spricht, daß Scheler nicht nur "die stärkste philosophische Kraft im heutigen Deutschland, nein, im ...

  • Max Scheler Gesellschaft

    Ralf Becker, Christian Bermes, Heinz Leonardy (Hrsg.): Die Bildung der Gesellschaft. Schelers Sozialphilosophie im Kontext, Würzburg: Königshausen & Neumann, 2007

  • Max Scheler – Wikipedia, die freie Enzyklopädie

    Dieser Artikel behandelt den Philosophen Max Scheler; für andere Bedeutungen siehe Scheler (Begriffsklärung).

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Max Scheler

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Max SchelerMax Scheler

Max Scheler (1874-1928), Philosoph und Soziologe. Mit seiner zunächst phänomenologisch, später religiös geprägten Lehre nahm er maßgeblichen Einfluss auf diverse Strömungen der Anthropologie, Ethik und Religionsphilosophie.

Scheler wurde am 22. August 1874 in München geboren. Während seines Studiums der Medizin und Philosophie wurde er stark von der Phänomenologie Edmund Husserls beeinflusst. Auch war er Schüler von Rudolf Eucken. 1899 erschien seine Dissertation, der bereits ein Jahr später die Habilitation folgte. Bevor sich Scheler als freier Schriftsteller in München niederließ, lehrte er 1911 zunächst als Privatdozent in Göttingen. In seinem Werk Zur Phänomenologie und Theorie der Sympathiegefühle und von Liebe und Haß (1913, später unter dem Titel Wesen und Formen der Sympathie) griff Scheler Husserls Prinzip einer rein phänomenologischen Beschreibung des sinnlich Gegebenen auf, um menschliche Emotionen zu definieren; dabei begriff er nicht die Ratio, sondern die Triebe als Grundlage menschlichen Lebens. In der zweibändigen Abhandlung Der Formalismus in der Ethik und die materiale Wertethik (1913) setzte er sich deutlich von der formalen Ethik Immanuel Kants ab und entwickelte eine objektive Hierarchie sittlicher Werte, die er als historisch unwandelbar begriff.

Von 1917 bis 1918 hielt sich Scheler in Genf und Den Haag auf. Ab 1919 lehrte er an den Universitäten in Köln und Frankfurt am Main. Im selben Jahr erschien seine von der Lebensphilosophie Friedrich Nietzsches beeinflusste Schrift Das Ressentiment im Aufbau der Moralen. Nachdem er 1920 vom jüdischen zum katholischen Glauben übergetreten war, setzte er sich in der zweiten Phase seines Denkens, insbesondere in seinem Buch Vom Ewigen im Menschen (1921), mit dem Katholizismus auseinander. In den letzten Jahren seines Schaffens wandte sich Scheler immer mehr von der Phänomenologie Husserl’scher Provenienz ab und näherte sich dem Pantheismus an, indem er metaphysische Gedanken von Jakob Böhme, Schelling, Schopenhauer und Eduard von Hartmann aufgriff. Mit seiner Abhandlung Die Stellung des Menschen im Kosmos (1928) avancierte er neben Helmuth Plessner zum Begründer der philosophischen Anthropologie. Scheler starb am 19. Mai 1928 in Frankfurt am Main.

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