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Windows Live® Suchergebnisse AuferstehungEnzyklopädieartikel
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Auferstehung, in der Religionsgeschichte die Vorstellung, dass am Weltende (siehe Eschatologie) alle Menschen zu einem nicht mehr endenden Leben auferstehen.
Bereits in einigen antiken Religionen gab es den Glauben an die Unsterblichkeit der Seele oder die Auferstehung bestimmter göttlicher Wesen, doch finden sich Vorstellungen von einer Auferstehung des Menschen erst in der altägyptischen Religion, im Zoroastrismus und im späteren Judentum. Im 1. Jahrhundert v. Chr. gehörte die Auferstehung offiziell zur Lehre der Pharisäer und des jüdischen Volkes, auch wenn die Sadduzäer sie bestritten. Im Islam ist im Koran von der Auferstehung aller Menschen am Tag des Jüngsten Gerichts die Rede; damit werden Vorbilder der jüdisch-christlichen Tradition aufgegriffen.
Der christliche Glaube an die Auferstehung der Toten beruht auf dem zentralen Glaubenssatz von der Auferstehung Christi, die für die Apostel als Beweis und Garantie der Auferstehung jedes Einzelnen galt. Die Evangelien berichten über die Auferstehung Christi. Die christliche Lehre von der Auferstehung basiert auf verschiedenen Passagen des Neuen Testaments. In ihnen wird die Auferweckung der Toten Christus selber zugeschrieben; sie vollendet die Erlösung der Menschheit durch Christus. Alle Toten werden auferstehen, um gerichtet zu werden; „die das Gute getan haben, werden zum Leben auferstehen, die das Böse getan haben, zum Gericht” (N. T., Johannes 5, 29). Die Auferstehung wird am Jüngsten Tag stattfinden, angekündigt durch einen Trompetenstoß. Zur Beschaffenheit des auferstandenen Körpers sagt die Bibel nichts Genaues, außer, dass er sein wird wie Christus. Die Möglichkeit der körperlichen Auferstehung war unter den frühen Christen umstritten. Am ausführlichsten wird die Auferstehung im Neuen Testament dargestellt in Johannes 5, 21 bis 29, 6,39 ff. und 11, 25 ff., 1. Korinther 15, 1. Thessalonicher 4, 14 ff. und Offenbarung 20, 12. Gnostiker und Manichäer, die von der frühen Kirche als Ketzer verurteilt wurden, bestritten die Auferstehung des Körpers; für sie hatte das Leben nach dem Tod einen rein geistigen Charakter. Die katholische Lehre von der Auferstehung geht auf die Theologen Augustinus, Hieronymus und Tertullian zurück, die an eine fleischliche Auferstehung glaubten. Eine dritte Sicht vertraten in der Antike im 3. Jahrhundert der christliche Theologe Origenes sowie im 19. Jahrhundert der protestantische Theologe Richard Rothe. Nach ihnen nimmt die geläuterte Persönlichkeit im Himmel einen geistigen Körper an.
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