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Imkerei

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ImkereiImkerei
Artikelgliederung
1

Einleitung

Imkerei, auch Bienenhaltung oder Bienenzucht, Haltung von Völkern der Honigbiene zur Bestäubung von Kulturpflanzen und Gewinnung von Honig und anderen Produkten. Der alte und weit verbreitete Beruf entstand vermutlich im Nahen Osten. Bereits vor mehreren tausend Jahren hielt man in Ägypten Bienen und trieb entlang der ostafrikanischen Küste Handel mit Honig und Bienenwachs. Bis 1851 erntete der Bienenhalter oder Imker den Honig und das Wachs, indem er das Bienenvolk in einem Bienenstock tötete. Im gleichen Jahr entdeckte der Amerikaner Lorenzo Lorraine Langstroth das Prinzip des Wabenabstands: Bienen lassen zwischen den Wachswaben einen etwa sechs Millimeter breiten Zwischenraum. Wird bei einem künstlichen Bienenkasten dieser Abstand zwischen den Rähmchen und der Wand des Kastens eingehalten, bleiben die einzelnen Waben voneinander getrennt. Langstroths Entdeckung ermöglicht, die Rähmchen zum Ernten des Honigs und Wachses einzeln aus dem Kasten herauszunehmen, ohne das Volk dabei zu zerstören. Außerdem kann man so Krankheiten bekämpfen und eine größere Zahl von Völkern halten. Die wichtigste wirtschaftliche Aufgabe der Honigbiene besteht nicht in der Produktion von Honig und Bienenwachs, sondern in der Bestäubung von Obst, Gemüse und Weidepflanzen.

2

Verfahren und Geräte der Imkerei

Ein Bienenkasten (früher wurden geflochtene Bienenkörbe verwendet) ist etwa 45 Zentimeter hoch und hat einen Durchmesser von 30 Zentimetern, vorn befindet sich eine kleine Einflugöffnung. Ab Februar beginnt bei Außentemperaturen von mindestens 7 °C der Reinigungsflug, wobei die Bienen nach dem Winter ihre Kotblase entleeren. Zur Blütezeit regt der Imker die Sammeltätigkeit durch eine Honig- oder Zuckerlösung an. Die Bienen werden zur Bruttätigkeit veranlasst, indem man leere Wabenrahmen in den Bienenkasten hängt. Honig kann im Juni/Juli geerntet werden. Bienen müssen in einer Gegend gehalten werden, in der es reichlich Pflanzen gibt, die Nektar bilden, wie z. B. Klee. Die Bienenhäuser großer Honigproduzenten werden in Gebieten mit landwirtschaftlicher Nutzung aufgestellt, da ein Anbau von Pflanzen speziell zur Bienenzucht nicht praktikabel ist. Damit ein Betrieb wirtschaftlich erfolgreich ist, sollte der Standort für etwa 30 bis 50 Bienenvölker pro Bienenhaus ausreichen.

Durch Insektizide werden pro Jahr Tausende von Bienenvölkern getötet oder geschwächt. Imker, die ihre Völker zur Bestäubung verleihen, müssen zudem mit Verlusten rechnen, wenn Bienen Wasser aus belasteten Teichen trinken. Der Honig weist in der Regel keine Insektizidrückstände auf, da ein Volk geschwächt wird oder eingeht, wenn die Nahrung Schadstoffe enthält und die Bienen keinen Überschuss produzieren, den man ernten könnte. China, Mexiko und Argentinien sind die führenden Honigexportländer, Deutschland und Japan die Hauptimporteure. Die frühere UdSSR stellte etwa ein Viertel der Weltproduktion her, nahm aber nicht am internationalen Honighandel teil.

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