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UruguayEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Uruguay ist arm an Bodenschätzen. Der Großteil der Rohstoffe für Uruguays Fertigungsindustrie muss importiert werden. In der Industrie sind 22 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt. Neben der Nahrungsmittelindustrie (Fleischverarbeitung, Fischverarbeitung etc.) und der Bekleidungsindustrie (Textilien, Wollverarbeitung, Lederwaren, Schuhe) sind in Uruguay auch Betriebe der chemischen und petrochemischen Industrie, der Stahlerzeugung und -verarbeitung sowie der Metallverarbeitung und der Elektronikindustrie ansässig. Wasserkraft spielt für die Energieversorgung Uruguays eine zentrale Rolle, zumal 99 Prozent (2003) der produzierten Elektrizität von Wasserkraftwerken geliefert werden. Bedeutende Wasserkraftwerke sind das Salto Grande am Río Uruguay im Nordosten (gemeinsame Nutzung mit Argentinien) und das El Palmar am Río Negro. Sie liefern gut 60 Prozent des Strombedarfs. Am Río Negro befinden sich zwei weitere Wasserkraftwerke. Die Energieversorgung in Uruguay ist staatlich.
Die Währungseinheit in Uruguay ist der Uruguayische Peso (= 100 Centésimos). Die Bank der Republik (1896) ist eine staatliche Bank und Finanzbeauftragter der Regierung. Die Zentralbank von Uruguay (1967) ist die einzige Notenbank und reguliert den privaten Bankverkehr. Neben den staatlichen Geldinstituten gibt es auch zahlreiche Privatbanken. Aufgrund der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise verfügte die Regierung in Montevideo im Sommer 2002 die Schließung mehrerer Banken, von denen ein Teil bereits insolvent und ein anderer Teil extrem sanierungsbedürftig waren.
In der Dachorganisation Plenario Intersindical de Trabajadores – Convención Nacional de Trabajadores sind 200 Gewerkschaften mit rund 900 000 Mitgliedern vereinigt.
Das Streckennetz der Eisenbahn umfasst insgesamt 3 003 Kilometer (2006). Die Gesamtlänge des Straßennetzes beträgt 60 000 Kilometer (2004), von denen etwa 90 Prozent befestigt sind. In Montevideo befindet sich ein internationaler Flughafen; eine staatliche Fluggesellschaft bedient den inländischen Flugverkehr. Die Binnenschifffahrt konzentriert sich auf den Río Uruguay und den Río de la Plata; schiffbare Wasserstraßen umfassen eine Strecke von rund 1 250 Kilometern.
Der Fremdenverkehr bildet ebenfalls eine Einnahmequelle für Uruguay. Die Regierung plant den Tourismus zu fördern. Die meisten Auslandsgäste kommen aus Brasilien und Argentinien, wobei vor allem die Seebäder beliebtes Urlaubsziel sind. Jährlich besuchen rund 2,5 Millionen Touristen Uruguay.
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