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Liparische Inseln

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Fumarolen auf den Liparischen InselnFumarolen auf den Liparischen Inseln

Liparische Inseln (Äolische Inseln), aus sieben größeren und zehn kleineren Inseln bestehende Inselgruppe vulkanischen Ursprungs im Tyrrhenischen Meer in Süditalien, nördlich von Sizilien.

Die von der UNESCO im Jahr 2000 zum Weltnaturerbe erklärte Inselgruppe hat eine Gesamtfläche von 117 Quadratkilometern. Die größte Insel ist Lipari (38 Quadratkilometer); ihr folgen Salina (27 Quadratkilometer), Vulcano (21 Quadratkilometer), Stromboli (12 Quadratkilometer), Filicudi (9 Quadratkilometer), Alicudi (5 Quadratkilometer) und Panarea (4 Quadratkilometer). Bei den zehn kleineren, unbewohnten Inseln handelt es sich um Spitzen von aus dem Meer aufragenden Bergen. Die Inseln bestehen überwiegend aus Laven und Aschen meist erloschener Vulkane. Noch tätige Vulkane sind Stromboli und Vulcano.

Die Einwohnerzahl der Liparischen Inseln beträgt etwa 15 000. Aufgrund des Wassermangels ist eine agrarische Nutzung nur eingeschränkt möglich. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse sind Trauben, Feigen, Oliven und Getreide. Darüber hinaus spielen auch der Fischfang und der Abbau von Bimsstein eine Rolle. Der Fremdenverkehr ist ein bedeutender Wirtschaftszweig. Die meisten Besucher erreichen die Liparischen Inseln auf dem Seeweg von den sizilianischen Häfen der Städte Messina, Milazzo und Palermo sowie vom italienischen Festland von Neapel aus. Neben Möglichkeiten zum Wandern bieten die Inseln auch gute Bedingungen zum Tauchen und Schnorcheln. Darüber hinaus bieten sie auch kulturelle Sehenswürdigkeiten. Zu den bekanntesten gehört das auf einem Felsvorsprung 60 Meter über dem Meer errichtete Kastell in Lipari, dem Hauptort der gleichnamigen Insel. Die Anlage umfasst die im 17. Jahrhundert fertig gestellte Kathedrale, drei weitere Kirchen und das Archäologische Museum mit Fundstücken aus allen Epochen der Besiedlungsgeschichte sowie einer vulkanologischen Abteilung.

Frühen Reichtum verdankten die Inseln den Erlösen aus dem Export des hier geförderten Obsidians. Enge Handelsbeziehungen bestanden zu den Völkern Siziliens und Süditaliens. Im weiteren Verlauf seiner Geschichte war der Archipel als Stützpunkt für Handelsflotten von Bedeutung. Um 580 v. Chr. wurden die Inseln von Griechen besiedelt, gelangten später unter den Einfluss Karthagos und wurden 252 v. Chr. dem Römischen Reich angegliedert.

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