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Windows Live® Suchergebnisse FlöheEnzyklopädieartikel
Flöhe, kleine, Blut saugende, flügellose Insekten. Erwachsene Flöhe leben als Außenschmarotzer (Ektoparasiten) auf der Haut von Menschen und anderen Säugetieren, seltener auf Vögeln, und ernähren sich vom Blut ihrer Wirtstiere. Flöhe sind mit etwa 1 500 Arten weltweit verbreitet. Sie legen ihre Eier unter Teppiche, in die Falten von Vorhängen, auf Müllhalden und an andere Plätze, die ihnen Sicherheit und entsprechende Nahrung gewährleisten. Aus den Eiern schlüpfen nach sechs bis zwölf Tagen Larven mit beißenden Mundwerkzeugen. Nachdem sie sich einige Tage lang von organischen Abfällen ernährt haben, spinnen die Larven Kokons und verpuppen sich darin. Wenige Wochen später schlüpfen die erwachsenen Flöhe aus den Kokons. Sie sind kaum mehr als drei Millimeter lang und zeichnen sich durch seitlich abgeflachte Körper, kurze Fühler und stechend-saugende Mundwerkzeuge aus; die Augen sind entweder winzig oder fehlen gänzlich. Ihre langen, kräftigen Beine befähigen die Flöhe zu außerordentlich hohen und weiten Sprüngen (nachgewiesen sind bis zu 30 Zentimeter hoch und 50 Zentimeter weit). Mehrere Floharten befallen Heim- und Haustiere (siehe Tierkrankheiten). Der Hundefloh und der Katzenfloh zählen zu den häufigsten Arten. Beide leben auch parasitisch auf Menschen, Geflügel und Vieh. Der weltweit vorkommende Menschenfloh befällt den Menschen am häufigsten. Hunde-, Katzen- und Menschenfloh sind allesamt Zwischenwirte eines Bandwurmes (Dipylidium caninum), der im Darm von Hunden parasitiert. Die Bandwurmeier werden mit den Fäkalien abgegeben; dabei bleiben bisweilen einige dieser Eier am Fell ihres Hauptwirtes hängen. Die Flöhe nehmen die Eier auf, die dann im Floh einen Teil ihrer Entwicklung durchlaufen. Verschluckt ein Tier oder ein Mensch zufällig einen befallenen Floh, entwickelt sich in diesem neuen Wirt ein erwachsener Bandwurm. Die in den Tropen und Europa verbreiteten Ratten- oder Pestflöhe sind die Überträger der Beulenpest. Der Hühnerfloh ist ein weiterer häufiger Schädling und dafür berüchtigt, sich besonders hartnäckig an seinem Wirt festzuklammern. Eine weitere, bekannte Art ist der Sandfloh, der sich beim Biss durch die Haut des Wirtes bohrt, bis nur noch der durch die Saugtätigkeit anschwellende Hinterleib zu sehen ist. Bekämpft werden Flöhe durch Vernichtung der erwachsenen Tiere sowie dadurch, dass die Brutplätze für die Larven ungeeignet gemacht werden. Die erwachsenen Flöhe tötet man durch ein Bad des Wirtes (Mensch oder Tier) in starker Seifenlauge und auch durch die Anwendung von Insektiziden oder Paraffinöl, wobei jedoch sorgfältig vorgegangen werden muss, um Verletzungen zu vermeiden. Systematische Einordnung: Flöhe bilden die Ordnung Siphonaptera. Hundeflöhe heißen wissenschaftlich Ctenocephalides canis, Katzenflöhe Ctenocephalides felis und Menschenflöhe Pulex irritans. Der Tropische Rattenfloh trägt den Namen Xenopsylla cheopis, der Europäische Rattenfloh Ceratophyllus fasciatus. Der Name des Hühnerflohes lautet Echidnophaga gallinacea, der des Sandflohes Tunga penetrans oder Sarcopsylla penetrans. Siehe Schädlingsbekämpfung.
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