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Musik

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Artikelgliederung
1

Einleitung

Musik (lateinisch musica; von griechisch musiké (téchne): musische Kunst), die gesetzmäßige Organisation von Klängen. Nach dem Mythos ist die Musik ein Geschenk Apolls und der Musen an den Menschen. Alle uns bekannten Gesellschaften und Kulturen besitzen ihre eigene Musik, doch in nur wenigen Sprachen gibt es ein eigenes Wort dafür, da die Musik meist in Zusammenhang mit Tanz, Sprache und Kult steht. In der griechischen Antike bezeichnete der Begriff musiké die Einheit von Poesie, Tanz und Musik. Musik war und ist für alle Gesellschaften und zu allen Zeiten von Bedeutung und besteht in einer Vielfalt von Stilen, die jeweils charakteristisch für eine geographische Region oder eine geschichtliche Epoche sind. So ist z. B. die Musik der Bevölkerung Schwarzafrikas viel mehr vom Rhythmus (und deshalb auch von Rhythmusinstrumenten) bestimmt als die europäische, und die Gamelan-Orchester Javas führen die Dominanz von Gong-Instrumenten darauf zurück, dass diese Region während der Bronzezeit die Musik für sich entdeckte. In manchen Ländern oder Bevölkerungsgruppen ist die Musik stark religiös geprägt, in anderen ist sie ein Produkt sozialer, politischer oder historischer Ereignisse und Veränderungen. In der europäischen (besonders in der deutschen) Musiktradition hat sich im Lauf des 20. Jahrhunderts eine strenge qualitative Unterscheidung zwischen Unterhaltungs- (U-Musik) und ernster Musik (E-Musik) entwickelt, die in außereuropäischer Musik nicht existiert. Die grundlegenden musikalischen Äußerungsformen sind vokal und instrumental.

2

Der Klang in der Musik

Musik ist organischer Klang. Der Klang ist die Folge regelmäßiger Luftschwingungen, im Gegensatz zum Geräusch (unregelmäßige Schwingungen). Die kleinste Struktureinheit der Musik ist der Ton, d. h. ein Klang mit einer bestimmten Tonhöhe und Dauer. Darüber hinaus sind Töne durch ihre Lautstärke und Klangfarbe charakterisiert. Die Tonhöhe ist physikalisch messbar und wird entweder durch natürliche Gesetze der Obertonreihe oder durch Festlegungen im Tonhöhensystem definiert. Dieses findet wiederum seine Entsprechung in der Notenschrift. Je nachdem ob wir einen Ton als hoch oder tief, lang oder kurz, laut oder leise hören, ist er (im westlichen System) an der entsprechenden Stelle mit dem entsprechenden Symbol im Notensystem verzeichnet. Dies gilt auch für die Auswahl bzw. den Einsatz und die Spieltechnik der verschiedenen Instrumente. In der Musik existieren die drei grundlegenden Ordnungssysteme Melodie (lineare Anordnung von Tönen), Rhythmus (Regel für die Bewegung der Musik in der Zeit) und Harmonie (gleichzeitiges Erklingen verschiedener Töne).

2.1

Melodie

In jedem musikalischen System wird eine Melodie geschaffen, indem aus einer vorgegebenen Zusammenstellung von Tönen (Tonleiter) bestimmte Töne ausgewählt werden. Die Tonleiter besteht aus einer Gruppe verschiedener Tonhöhen, die durch bestimmte Intervalle, d. h. Tonhöhen-Abstände, voneinander getrennt sind. Eine Melodie besteht aus einer Kombination verschiedener Einzeltöne, die nacheinander oder gleichzeitig erklingen.

2.2

Rhythmus

Das grundlegendste Element in der Musik ist der Rhythmus (die Einordnung von Tönen und Tonfolgen in ein Zeitkontinuum). In der Regel wird der musikalische Rhythmus in der Taktart ausgedrückt. Die Takteinteilung gibt die proportionale Aufteilung von Schlägen an. Das Tempo, in welchem die Schläge absolviert werden, wird durch zusätzliche (meist italienische) Begriffe (Vortragsbezeichnungen) angegeben. In der westlichen Musik sind die gebräuchlichsten Rhythmen der Zweier- (Marsch), der Dreier- (Walzer) und der Viererrhythmus. Seit Pythagoras werden Tonzusammenhänge nach metrischen Proportionen beschrieben, und die Musik wird als mathematisch-rationales System definiert.

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