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Windows Live® Suchergebnisse HabichteEnzyklopädieartikel
Habichte, Greifvogelgattung mit 48 Arten aus der Familie der Habichtartigen; zu dieser Gattung gehören auch die Sperber. Habichte sind kleine bis große Greifvögel, die meist durch ein unterseits grau, braun oder schwarz gebändertes („gesperbertes”) Gefieder gekennzeichnet sind. Die Weibchen sind stets größer als die Männchen, bei manchen Arten unterscheiden sich Männchen und Weibchen zudem in der Färbung. Alle Habichte ernähren sich von lebender, jedoch unterschiedlich großer Beute. So fangen die kleinsten Habichte hauptsächlich Insekten, andere Arten erbeuten vorwiegend Vögel oder Säugetiere, oder sie bevorzugen wechselwarme Tiere wie Amphibien und Reptilien. Je nach Gelegenheit ergreifen Habichte unabhängig von der jeweils bevorzugten Nahrung auch andere Beute. Die durchschnittliche Beutegröße ist von der Größe des Greifvogels abhängig; Weibchen schlagen größere Beute als Männchen. Die Horste der meisten Habichte – wuchtige Gebilde aus Zweigen, Rinde und Blättern – liegen hoch in Bäumen. Die Eier sind in der Regel weiß oder bläulich weiß mit verschieden geformten Flecken und Punkten in Brauntönen. Die Gelegegröße beträgt bei unserem einheimischen Habicht zwei bis fünf Eier, beim Sperber drei bis sechs. Die Jungvögel schlüpfen mit einem weißen Daunenkleid. Als Nesthocker wachsen sie nur langsam heran und sind für ihre Ernährung selbst dann noch auf die Elternvögel angewiesen, wenn sie schon flügge sind. Der in Eurasien heimische Habicht ist mit zehn Unterarten bis etwa 70 Grad nördlicher Breite anzutreffen und im Süden bis zum Mittelmeergebiet bzw. bis zu den innerasiatischen Steppen; außerdem bewohnt er Nordamerika. Weibchen erreichen Längen bis 61 Zentimeter, die Terzel genannten Männchen sind deutlich kleiner und nur halb so schwer wie die Weibchen. Ein Habicht-Terzel ist jedoch ein Viertel größer als ein Sperber-Weibchen (mit dem man ihn verwechseln kann). Der Habicht besiedelt vorzugsweise Waldgebiete mit langen Grenzbereichen zwischen Wald und Offenland; er ist auch in Städten anzutreffen; sein Horst befindet sich im Hochwald. Ein Brutpaar beansprucht eine Reviergröße von 3 000 bis 5 000 Hektar. Während sich Sperber weitgehend von Vögeln ernähren, erbeutet der Habicht neben Vögeln bis Fasanengröße auch Säugetiere bis zur Größe eines Hasen. Nach gravierenden Bestandsrückgängen in Mitteleuropa, die vor allem durch direkte Verfolgung und Pestizide verursacht worden waren, erholten sich die Habichtbestände insbesondere aufgrund der ganzjährigen Schonzeit (von der allerdings immer wieder „Ausnahmegenehmigungen” erteilt werden) seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts allmählich. Gegen Ende des Jahrhunderts gab es jedoch gebietsweise erneut Rückgänge. In Mitteleuropa gibt es etwa 24 000 bis 30 000 Brutpaare. Eine andere Gattung bilden die afrikanischen Singhabichte, die nach ihrem melodischen Ruf benannt wurden. Systematische Einordnung: Habichte bilden die Gattung Accipiter der Familie Accipitridae. Der europäische Habicht wird wissenschaftlich als Accipiter gentilis bezeichnet, der Sperber als Accipiter nisus. Singhabichte bilden die Gattung Melierax.
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