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Windows Live® Suchergebnisse John BrownEnzyklopädieartikel
John Brown, manchmal auch Old Brown of Osawatomie genannt (1800-1859), amerikanischer Abolitionist; sein militantes Vorgehen gegen die Sklaverei verstärkte die Spannungen zwischen dem Norden und dem Süden in der Zeit vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg. Brown wurde am 9. Mai 1800 in Torrington (Connecticut) geboren. 1834 startete John Brown zusammen mit anderen Sklavereigegnern in Pennsylvania ein Projekt zur Ausbildung junger Schwarzer. Die nächsten 20 Jahre seines Lebens widmete er fast ausschließlich diesen und anderen Aktivitäten zur Abschaffung der Sklaverei, was ihm und seiner großen Familie viele Opfer abverlangte. 1855 ging er mit fünf seiner Söhne nach Kansas, das damals ein Zentrum des Kampfes zwischen den Truppen der Sklavereigegner und -verfechter war. Unter Browns Führung beteiligten sich seine Söhne aktiv am Kampf gegen militante Sklavereiverfechter aus Missouri, auf deren Konto auch einige Morde an Abolitionisten in Lawrence (Kansas) gingen. Brown und seine Söhne nahmen für dieses Verbrechen am 24. Mai 1856 Rache, indem sie am Pottawatomie Creek fünf Anhänger der Sklaverei töteten. Diese Tat sowie sein erfolgreicher Widerstand gegen den Angriff einer Truppe aus Missouri bei Osawatomie machten Brown im ganzen Land als kompromisslosen Gegner der Sklaverei bekannt. Mit der finanziellen Unterstützung von Abolitionisten aus den nordöstlichen Staaten begann Brown 1857 seinen schon lange gehegten Plan, Sklaven mit Waffengewalt zu befreien, in die Tat umzusetzen. Für dieses Vorhaben versammelte er zunächst eine kleine konspirative Gruppe von Helfern um sich. Nach mehreren Verzögerungen startete er das Unternehmen am 16. Oktober 1859 mit einer 18 Mann starken Truppe (darunter mehrere seiner Söhne): Er nahm das US-Waffenlager in Harpers Ferry (heute West Virginia) ein und erlangte die Kontrolle über den Ort. Nach seinem Anfangserfolg beschränkte er sich auf die Verteidigung des Waffenlagers. Seine Truppe war von der örtlichen Bürgerwehr umzingelt, die am 17. Oktober außerdem durch eine Kompanie der US-Marines unter Oberstleutnant Robert E. Lee verstärkt wurde. In der folgenden Schlacht wurden zehn von Browns Leuten, darunter zwei seiner Söhne, getötet. Er selbst wurde verwundet und musste kapitulieren. Er wurde verhaftet und verschiedener Verbrechen angeklagt, u. a. des Landesverrats und Mordes. In seinem Prozess verteidigte er eloquent seine Bemühungen für die Befreiung der Sklaven. Brown wurde verurteilt und am 2. Dezember in Charleston (heute West Virginia, USA) gehängt. Noch lange nach seinem Tode galt Brown bei den Abolitionisten als Märtyrer für die Freiheit; sein Andenken lebte in dem Kampflied der Unionstruppen im Amerikanischen Bürgerkrieg weiter: „John Brown’s body lies a-mould’ring in the grave, but his soul goes marching on.”
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