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Heu

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Traktor mit HeuwenderTraktor mit Heuwender

Heu, getrocknete Pflanzen, die an Nutztiere verfüttert werden. Zu Heu aufbereitet werden insbesondere Süßgräser wie Wiesenlieschgras, aber auch Hülsenfrüchtler wie Blaue Luzerne und Klee.

Gründliches Trocknen der Pflanzen ist wichtig, damit sie nicht verderben; allerdings kann zu starkes Trocknen zum Verlust von Proteinen führen. Fachgerecht getrocknetes Heu enthält etwa 20 Prozent Wasser. Bei ungenügender Trocknung kann sich durch mikrobiologische Prozesse im Inneren des gelagerten Heues das Gift Dicumarol bilden, das die Blutgerinnung beeinträchtigt, und es können Schimmelpilze entstehen, die beim Vieh Durchfallerkrankungen verursachen. Zudem können sich in feuchtem Heu durch Gärung hohe Temperaturen bis hin zur Selbstentzündung entwickeln.

Der erste Heuschnitt wird meist nach der Gräserblüte durchgeführt; dieser Schnitt ergibt ein cellulosereiches Futter von geringerem Nährwert. Mit dem zweiten und gegebenenfalls weiteren Schnitten (im Süden des deutschen Sprachraumes als Grummet, Grumt oder Öhmd bezeichnet) erhält man ein nahrhafteres, proteinreiches Futter.

Das Trocknen kann auf drei Arten geschehen: auf der Wiese, durch Scheunentrocknung und durch künstliche Trocknung oder Dehydratisierung. Futterpflanzen, die auf der Wiese getrocknet werden sollen, werden möglichst morgens gemäht, unmittelbar nachdem der Tau verdunstet ist. Sie liegen zunächst in Mahden (Reihen) und werden anschließend meist maschinell gleichmäßig auf dem Feld zerstreut. Abends, noch bevor sich Tau bildet, werden die welken Pflanzen zu voluminöseren Reihen, Schwaden genannt, zusammengerecht. Am folgenden Tag werden die Schwaden gewendet oder nochmals auseinandergestreut, damit das Heu gleichmäßig trocknet. Bei sehr gutem Wetter kann das Heu bereits am Nachmittag dieses zweiten Tages lagerfertig sein. Es wird dann in einer Scheune oder vorübergehend im Freien in Form gestapelter Ballen (als Heuschober) gelagert.

Scheunengetrocknetes Heu wird teilweise auf der Wiese und anschließend mit einem Belüfter in der Scheune getrocknet. Dabei wird Umgebungsluft oder erwärmte Luft durch das Heu geblasen. Bei der künstlichen Trocknung werden die Pflanzen unmittelbar nach der Mahd oder nach dem Welken von der Wiese genommen, auf eine geeignete Größe zerkleinert und durch eine Heißluftkammer geführt, in der ihnen die Feuchtigkeit rasch entzogen wird.

Gemähtes Gras kann statt zu Heu auch zu Silage (Gärfutter) verarbeitet werden, das man heute häufig in großen Siloballen auf der Wiese gären lässt. Dazu wird der Grasschnitt mit einer Ballenpresse verdichtet und luftdicht mit einer Kunststofffolie überzogen.

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