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Windows Live® Suchergebnisse InfrarotstrahlungEnzyklopädieartikel
Infrarotstrahlung, elektromagnetische Strahlung, deren Wellenlängen etwas größer sind als die des sichtbaren roten Lichtes (siehe Spektrum). Wellenlängen für Infrarotlicht liegen etwa zwischen 10-6 und 10-3 Metern. Infrarotstrahlung kann aufgrund ihrer Wärmewirkung nachgewiesen werden, z. B. mit einem Bolometer. Die Infrarotstrahlung wurde 1800 von dem Astronomen William Herschel entdeckt. Mit Hilfe der Infrarotstrahlung lassen sich auch Bilder von sehr weit entfernten Gegenständen oder Objekten aufnehmen. So untersucht man beispielsweise in der Astronomie den infraroten Teil des Spektrums von Sternen und interstellaren Nebeln, die kaum sichtbares Licht emittieren (siehe Infrarotastronomie). So genannte Infrarotfilter lassen nur Infrarotstrahlung durch, andere Wellenlängen werden herausgefiltert. Diese optischen Geräte benötigt man für hoch präzise Infrarotaufnahmen. Für einfachere Infrarotaufnahmen genügen gewöhnliche Orange- oder Rotfilter, die blaues und violettes Licht absorbieren. Die Infrarotphotographie ist eine wichtige Untersuchungs- und Aufklärungsmethode in der medizinischen Diagnostik sowie in der Landwirtschaft und Industrie. Infrarotaufnahmen lassen krankhafte Veränderungen an Geweben und Organen erkennen, die im normalen Licht oder auf Röntgenbildern nicht erkennbar sind (siehe Thermographie). Auch bei der Fernerkundung aus Flugzeugen oder Satelliten wird die Infrarotphotographie häufig eingesetzt. Damit kann man auf großen landwirtschaftlichen Nutzflächen den Bewuchs verfolgen oder etwa einen Schädlingsbefall erkennen. Auch Lagerstätten bestimmter Mineralien können mit dieser Methode aufgespürt werden (siehe Luftüberwachung; künstliche Satelliten). In der Industrie ist die Infrarotspektroskopie ein immer wichtigeres Verfahren bei der Erforschung der Legierungen und, z. B. im Rahmen der Qualitätssicherung, bei der Materialprüfung an metallischen Werkstücken (siehe Photographie: Infrarotphotographie). Für militärische Zwecke nutzt man Infrarotdetektoren in so genannten Wärmebildgeräten (Nachtsichtgerät). Die beobachteten Objekte werden durch diese Geräte in Form von Wärmebildern oder auch Thermogrammen dargestellt. Siehe auch Strahlung
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