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Waschbären

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WaschbärWaschbär

Waschbären, Kleinbären, die ursprünglich in Amerika heimisch sind. Der Kopf ist breit und läuft in einer spitzen Schnauze aus. Die aufrecht stehenden Ohren sind kurz, der Körper ist im Allgemeinen kurz und gedrungen. Das Fell der Waschbären ist langhaarig, der Schwanz ist buschig. An den kurzen Beinen haben Waschbären jeweils fünf Zehen, die Sohlen sind unbehaart. Die Tiere sind Sohlengänger, die beim Laufen (ebenso wie der Mensch) mit der Ferse den Boden berühren. An ihrer Oberseite sind Waschbären graubraun gefärbt, an der Unterseite hellgrau mit schwarzen Wangenflecken, die zwischen den Augen bis über die Stirn zu einem senkrechten Band zusammenlaufen. Der Rest des Gesichts ist blassgrau mit dunklen Augen und weißen Schnurrhaaren. Der 20 bis 30 Zentimeter lange Schwanz ist mit sechs oder sieben bräunlich schwarzen Ringen gezeichnet. Die Kopfrumpflänge beträgt 46 bis 70 Zentimeter.

Die in den USA verbreitete Waschbärenart lebt zumeist auf Bäumen oder in der Nähe von Teichen oder Waldbächen unweit bewohnter Gebiete. Nachts gehen die Tiere auf Jagd nach Vögeln, Vogeleiern, Mäusen, verschiedenen Insekten, Fischen und Fröschen. Gelegentlich ergänzen sie ihre Nahrung durch Nüsse und Wildfrüchte. Seinen deutschen Namen erhielt der Waschbär, weil er auf dem Grund flacher Gewässer nach Nahrung tastet; Waschbären sind gute Schwimmer. Die Waschbären im Norden verbringen den Winter in Höhlen, zumeist oben in einem hohlen Baumstamm. Dort schlafen sie, ohne jedoch Winterschlaf zu halten. Wenn das Wetter kurzzeitig etwas wärmer wird, kommen sie wieder aus der Höhle hervor. Jedes Frühjahr werden zumeist vier bis sechs Junge je Wurf zur Welt gebracht. Die Familie streift etwa ein Jahr lang gemeinsam herum. Die in Mitteleuropa lebenden Waschbären wurden ausgesetzt oder sind aus Pelztierfarmen entkommen.

Eine andere, von Costa Rica bis zum nördlichen Südamerika verbreitete Waschbärenart ist der Krabbenwaschbär. Dieses Tier ist größer als die nordamerikanische Art, der Schwanz ist kürzer. Die Zähne sind kräftiger, das Fell ist weniger lang. Der Krabbenwaschbär besitzt ein dunkelgraues Fell mit gelben Flecken.

Der Pelz von Waschbären, vor allem das der nördlichen Art, ist seit dem 17. Jahrhundert in Nordamerika sehr begehrt. Noch heute trägt man Kappen, Mäntel und Kleider aus dem groben Waschbärenfell. In den südlichen USA wird der Waschbär intensiv gejagt. Die Tiere werden nachts zumeist in der Nähe von Teichen und Bächen mit Hunden aufgespürt.

Systematische Einordnung: Waschbären bilden die Gattung Procyon in der Familie Procyonidae. Die wissenschaftliche Bezeichnung des Nordamerikanischen Waschbären lautet Procyon lotor, die des Krabbenwaschbären Procyon cancrivorus.

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