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    Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter Brünn (Begriffsklärung) aufgeführt.

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    Brünn/Thür. ist eine Gemeinde im Landkreis Hildburghausen in Thüringen. Erfüllende Gemeinde für Brünn in Thüringen ist die Gemeinde Auengrund.

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Brünn

Enzyklopädieartikel

Brünn (Brno), Stadt im südöstlichen Teil der Tschechischen Republik, an der Mündung von Svitava und Svratka.

Brünn ist die Hauptstadt und wichtigste Stadt der Region Jihomoravský (Südmähren) und das Zentrum der tschechischen Wollverarbeitungsindustrie. Außerdem werden hier Baumwoll- und Leinentextilien sowie Computer-Hardware, Rüstungsgüter, Chemikalien, Seife und Bier hergestellt. In der Stadt befinden sich die J. E. Purkyně, eine Universität (1919) und eine Landwirtschaftsschule. Sehenswert sind die Kathedrale von Sankt Peter und Paul aus dem 15. Jahrhundert, das Rathaus aus dem 16. Jahrhundert und das Landhaus aus dem 19. Jahrhundert. Der deutsche Architekt Ludwig Mies van der Rohe erbaute in Brünn von 1928 bis 1930 das berühmt gewordene Haus Tugendhat, das 2001 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde.

Nach der Gründung im 9. Jahrhundert erhielt Brünn 1243 das Iglauer Stadtrecht. Der heutige katholische Bischofssitz war stark befestigt und oft Kriegsschauplatz, besonders während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) und während des Napoleonischen Krieges (1799-1815). In der Nähe befindet sich Slavkov (Austerlitz), wo Napoleon siegte. Bevor Österreich-Ungarn im 1. Weltkrieg besiegt wurde, war die Stadt zunächst Hauptstadt des Kronlands Mähren, 1918, als die Tschechoslowakei die Unabhängigkeit erlangte, der Provinz Mähren, woraufhin sie nach 1927 der Provinz Mähren und Schlesien als Hauptstadt diente. Von 1939 bis 1945 war sie die Hauptstadtdes deutschen Schutzgebiets Mähren und wurde schließlich 1960 Hauptstadt der neu gegründeten Region Jihomoravský. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 376 000 (2003).

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