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  • Jean Renoir – Wikipedia

    Jean Renoir (* 15. September 1894 in Montmartre (Paris), Frankreich; † 12. Februar 1979 in Beverly Hills, Kalifornien, USA) war ein französischer Filmregisseur.

  • Théâtre Jean Renoir Munich

    Le Théâtre Jean Renoir est un théâtre amateur qui a pour vocation de rendre hommage à l'écriture théâtrale d'aujourd'hui et de faire aimer des pièces en langue française ...

  • prisma.de: Jean Renoir

    Montag, 6. Oktober 2008: 15.00: arte French Cancan Komödie, Frankreich, Italien, 1954, 99 min, FSK 12: Freitag, 24. Oktober 2008: 14.50: arte French Cancan

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Jean Renoir

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Jean RenoirJean Renoir

Jean Renoir (1894-1979), französischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent.

Jean Renoir wurde am 15. September 1894 als Sohn des berühmten impressionistischen Malers Auguste Renoir in Paris geboren und beschäftigte sich zunächst mit Keramikkunst, ehe er sich 1921 unter dem Eindruck der Werke Erich von Stroheims und Charlie Chaplins dem Film zuwandte. Nach dem Regiedebüt La Fille de l’eau (1924; Die Tochter des Wassers, mit seiner Frau Catherine in der Hauptrolle) versuchte er in der Zola-Verfilmung Nana (1926), eine ästhetische Synthese von französischem Impressionismus und deutschem Expressionismus zu erreichen. La Chienne (1931; Die Hündin) markierte den Beginn einer neuen, realistischeren Darstellungsweise und wurde wie sein Nachfolger Boudu sauvé des eaux (1932; Boudu, aus dem Wasser gerettet) vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen. In beiden Filmen wurden die sozialen Verhältnisse im zeitgenössischen Frankreich kritisch beleuchtet. Insofern sind sie als Vorläufer von Renoirs politisch akzentuierter Schaffensphase zu sehen, in der er seine Sympathien für die Volksfront unmissverständlich zum Ausdruck brachte, so in La vie est à nous (1936; Das Leben gehört uns). Während er noch vor Ausbruch des 2. Weltkrieges mit dem Antikriegsfilm La Grande illusion (1937; Die große Illusion, mit Jean Gabin) recht optimistisch eine Art Friedensbotschaft artikulierte, besaß sein Meisterwerk La Règle du jeu (1939; Die Spielregel) fatalistisches Gepräge. Renoirs frühe Filme begründeten die Tradition des poetischen Realismus im französischen Kino und nahmen Merkmale des Neorealismus vorweg.

Als 1940 Frankreich von den Deutschen besetzt wurde, emigrierte Renoir in die USA und nahm die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Zwar hatte er zunächst Schwierigkeiten, sich in Hollywood zu etablieren, war jedoch auch hier bis 1947 erfolgreich tätig. Als bestes Werk seiner Exilzeit gilt The Diary of a Chambermaid (1946; Das Tagebuch einer Kammerzofe) mit Paulette Goddard in der weiblichen Hauptrolle. Sein Spätwerk erreichte nicht mehr ganz das Niveau seiner früheren Werke.

In den fünfziger Jahren entstanden u. a. The River (1950; Der Strom), sein erster Farbfilm, gedreht in Indien, La carozza d’oro (1953; Die goldene Karosse, mit Anna Magnani), Éléna et les hommes (1956; Weiße Margeriten, mit Ingrid Bergman) und Le Testament du Docteur Cordelier (1959; Das Testament des Dr. Cordelier), eine Adaption von Robert Louis Stevensons Dr. Jekyll und Mr. Hyde (1886). Ab den sechziger Jahren trat Renoir auch als Schriftsteller hervor, u. a. mit Renoir (1962), einer Biographie über seinen Vater, seiner Autobiographie Ma vie et mes films (1974; Mein Leben, meine Filme), drei Romanen und einigen Theaterstücken. 1970 zog er sich nach Beverly Hills zurück, 1975 wurde er mit einem Ehren-Oscar ausgezeichnet. Jean Renoir starb am 12. Februar 1979 in Hollywood.

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