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King Vidor (1894-1982), amerikanischer Filmregisseur. Vidor wurde am 8. Februar 1894 in Galveston (Texas) als Sohn eines wohlhabenden, ungarischstämmigen Möbelfabrikanten geboren. Nachdem er als Korrespondent einer texanischen Wochenschaugesellschaft seine Arbeit beim Film begonnen hatte, realisierte er unter dem Titel The Turn in the Road (1919) seinen ersten Spielfilm. Der Erfolg des Streifens brachte ihm einen Vertrag bei der First-National-Gesellschaft ein. Nach Gründung eines eigenen Studios drehte er eine Reihe von Filmen, die stilistisch unter dem Einfluss von David Wark Griffith standen: The Jack-Knife Man (1920), The Sky Pilot (1921) und Love Never Dies (1921). Mit diesen Werken wurde er einer der prominentesten Regisseure und Wegbereiter des frühen Hollywood-Filmes. Bereits der Kriegsfilm The Big Parade (1925, Die große Parade), der ihm großes Renommee einbrachte, und The Crowd (1928, Ein Mensch der Masse), waren von stark sozialkritischer Färbung, ebenso seine frühen Tonfilme, wie Street Scene (1931, Straßenszene) und Our Daily Bread (1934, Der letzte Alarm). Hallelujah! (1929) war die erste Hollywood-Produktion, in der ausschließlich schwarze Schauspieler auftraten. Weitere bekannte Filme des Erfolgsregisseurs sind die Komödie The Patsy (1927, Ein Mädel mit Tempo), Billy the Kid (1930, Geächtet, gefürchtet, geliebt – Billy the Kid), Texas Ranger (1936), The Citadel (1938, Die Zitadelle) und The Fountainhead (1949, Ein Mann wie Sprengstoff). Der Abenteuerfilm Northwest Passage (1940, Nordwest-Passage) schildert in eindrucksvollen Bildern die Pionierleistungen bei der Besiedlung des nordamerikanischen Kontinents. Der opulente Western Duel in the Sun (1946, Duell in der Sonne) mit Jennifer Jones, Gregory Peck und Joseph Cotten wurde von David. O. Selznick produziert. Es folgten das Melodram Ruby Gentry (1952, Wildes Blut) mit Jennifer Jones und Karl Malden und der „Stacheldraht”-Western Man without a Star (1955, Mit stahlharter Faust) mit Kirk Douglas in der Hauptrolle. In der visuell beeindruckenden, inhaltlich aber vereinfachenden Tolstoj-Verfilmung War and Peace (1956, Krieg und Frieden) spielten Audrey Hepburn, Henry Fonda und Mel Ferrer. Vidors letzte Regiearbeit war der farbenprächtige Monumentalfilm Solomon and Sheba (1959, Salomon und die Königin von Saba). In der Folge unterrichtete Vidor an Filmhochschulen und verfasste seine Autobiographie (A Tree Is a Tree, 1953) sowie das Fachbuch King Vidor on Film Making (1972). King Vidor starb am 1. November 1982 Paso Robles (Kalifornien).
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