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Pavia

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Pavia (in der Antike Ticinum, auch Papia), Stadt im Norden Italiens, Hauptstadt der Provinz Pavia in der Lombardei am Ticino, nahe seinem Zusammenfluss mit dem Po. Pavia ist eine Industriestadt, in der man sich auf die Herstellung von Nähmaschinen, landwirtschaftlichen Maschinen, Spielzeug, chemischen Produkten, synthetischen Fasern und Nahrungsmitteln spezialisiert hat. An Sehenswürdigkeiten sind u. a. zu nennen die Certosa, ein 1396 von den Kartäusern gegründetes und von der mächtigen Familie der Visconti gebautes Kloster, die Kirche San Pietro in Ciel d’Oro aus dem 12. Jahrhundert sowie das Kastell der Visconti aus dem 14. Jahrhundert, das heute ein Museum mit einer archäologischen Sammlung beherbergt. Pavia ist auch Sitz einer angesehenen Universität (gegründet 1361).

Die unter den Römern selbständige Stadt wurde nach dem Niedergang des Römischen Reiches im Lauf der Zeit von den Goten, den Byzantinern und den Langobarden erobert, die sie zu ihrer Hauptstadt machten. Im späten 11. Jahrhundert erreichte die Gemeinde ihre Unabhängigkeit. Hiernach wurde Pavia im Wechsel von Spanien, Frankreich, Österreich und der Familie der Visconti beherrscht. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 70 700.

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