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Windows Live® Suchergebnisse KirchenväterEnzyklopädieartikel
Kirchenväter, Bezeichnung für die frühchristlichen Schriftsteller, die in ihren Schriften die christliche Lehre begründeten. Sie verbanden die Evangelien mit den Schriften der Apostolischen Väter, kirchlichen Geboten und Entscheidungen der Konzile und schufen so einen standardisierten Korpus christlicher Lehren. Mit der Erforschung dieser Lehren beschäftigt sich die Patristik. Zu den so genannten Kirchenlehrern zählen vier westliche Kirchenväter, Ambrosius, Augustinus, Papst Gregor I. und Hieronymus, und vier östliche Kirchenväter, darunter Athanasios, Basilius, Johannes I. Chysostomos und Gregor von Nazianz. Die frühen östlichen Kirchenväter wie Klemens von Alexandria, Justinus der Märtyrer und Origenes waren sehr von der griechischen Philosophie beeinflusst, während westliche Kirchenväter wie Tertullian, die Heiligen Gregor I. und Hieronymus die Verbindung von heidnischem und christlichem Gedankengut im Allgemeinen vermieden. Die Kirche vergab den ehrenvollen Titel Kirchenvater nur an Männer, die vier Kriterien erfüllten: Sie mussten nicht nur in der frühen christlichen Zeit gelebt, sondern auch ein frommes Leben geführt haben. Ihre Schriften durften nicht von der Lehre abweichen und mussten die christliche Lehre in hervorragender Weise verteidigen oder erklären. Überdies mussten sie von der Kirche gebilligt worden sein.
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