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Windows Live® Suchergebnisse Angelica KauffmannEnzyklopädieartikel
Angelica Kauffmann (1741-1807), Schweizer Malerin und Radiererin. Maria Anna Angelica Catharina Kauffmann wurde am 30. Oktober 1741 in Chur geboren und entstammte einer Künstlerfamilie im Bregenzer Wald. Sie arbeitete bereits in jungen Jahren an Werken ihres Vaters, des Kunstmalers Joseph Johann Kauffmann, mit. 1762 brach sie zu einer längeren Italienreise auf, die sie u. a. nach Florenz und Rom führte. 1765 wurde sie Mitglied der römischen Accademia di San Lucca. Als sie 1766 nach London übersiedelte, war sie bereits eine angesehene Künstlerin, erfuhr dort weitere intensive Förderung durch Sir Joshua Reynolds und zählte schließlich zu den Gründungsmitgliedern der Royal Academy of Arts. Angelica Kauffmann avancierte zu einer prominenten Gestalt in den Künstlerkreisen und im Gesellschaftsleben der Stadt. Diese bevorzugte Stellung kennzeichnet auch ihren zweiten Aufenthalt in Rom, wo sie sich ab 1782 für den Rest ihres Lebens mit ihrem Ehegatten, dem Maler Antonio Zucchi, niederließ. Ihr Domizil wurde zum Treffpunkt der in Rom ansässigen deutschen Maler und anderer Persönlichkeiten des deutschen kulturellen Lebens, wie Johann Joachim Winckelmann und Johann Wolfgang von Goethe. Mit letzterem verband sie eine tiefe Freundschaft, und Goethes Abreise nach Weimar stellte eine schmerzliche Zäsur in ihrem Leben dar. Ihre bevorzugten Sujets waren mythologische, allegorische und religiöse Darstellungen, stilistisch in klassizistischer, mit Elementen des Rokoko durchsetzter Manier gehalten. Angelica Kauffmann war zudem eine begehrte Porträtistin (Johann Joachim Winckelmann, 1764, Kunsthaus Zürich) und schuf zahlreiche subtile Selbstbildnisse (Selbstbildnis, vor 1781, Goethemuseum, Frankfurt). Durch Stiche fanden vor allem ihre mythologischen Szenen weite Verbreitung und dienten häufig als Motivressource für Porzellanmanufakturen. Angelica Kauffmann starb am 5. November 1807 in Rom.
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