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Ottawa

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Ottawa (Kanada)Ottawa (Kanada)
Artikelgliederung
1

Einleitung

Ottawa, Hauptstadt Kanadas in der Provinz Ontario, am rechten Ufer des Flusses Ottawa gelegen, in den hier der Rideaukanal mündet.

Ottawa ist Verwaltungszentrum des Landes sowie ein Standort des Handels und der Industrie. Die Bundesregierung ist der größte Arbeitgeber. Daneben gibt es eine große Tourismusbranche, die jährlich über vier Millionen Besucher in diese Gegend bringt. In den siebziger Jahren entwickelte sich die Region Ottawa zu einem Zentrum für Zulieferbetriebe der Elektronik- und der Kommunikationsbranche. Zu weiteren Industrieprodukten zählen Papier, Möbel, Druckerzeugnisse, Lebensmittel, Getränke, chemische Erzeugnisse, Maschinen und Bekleidung. Die Stadt ist an das Eisenbahnnetz, den Ottawa International Airport und an das Fernstraßennetz angeschlossen. Der Rideaukanal verbindet Ottawa mit dem Ontariosee bei Kingston.

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Bildung und Kultur

Die Stadt verfügt über große Parks, beeindruckende öffentliche Gebäude und breite Boulevards. Zu den Hochschulen zählen die Universität Ottawa, die Carleton University (1942) und das Algonquin Community College. In der Stadt befinden sich zahlreiche Museen. Die 1880 gegründete und 1988 erweiterte Nationalgalerie von Kanada enthält eine Sammlung kanadischer, asiatischer und europäischer Kunst. Zu den weiteren Attraktionen gehören die im gotischen Stil erbauten Parlamentsgebäude (erstmals 1859 bis 1865 erbaut und 1916 wieder aufgebaut, nachdem ein Feuer sie weitgehend zerstört hatte), die Rideau Hall (1838), der offizielle Sitz des Generalgouverneurs von Kanada, und das National Arts Centre, ein 1969 eröffnetes Zentrum der darstellenden Künste.

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Geschichte

Zunächst lebten Jäger und Händler der Algonkin und Irokesen in dem Gebiet um Ontario. Es wurde von dem französischen Eroberer Samuel de Champlain 1613 entdeckt. Das Gelände der heutigen Stadt wurde aber erst ab 1810 besiedelt. 1827 wurde das nach Colonel John By (der den Bau des Rideaukanals leitete) benannte Dorf Bytown gegründet. Die Siedlung entwickelte sich zu einem Zentrum der Forstwirtschaft im Tal des Flusses Ottawa, und 1847 wurde Bytown eine Gemeinde. Seit den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurde die Wasserkraft der Chaudière Falls und der Rideau Falls zu wirtschaftlichen Zwecken genutzt. 1854 wurde aus der Gemeinde die Stadt Ottawa, die wahrscheinlich nach den Ottawa oder den Outaouais benannt wurde. Drei Jahre später erklärte Königin Viktoria Ottawa zum Sitz der Regierung der Vereinigten Provinzen Kanadas. 1867 wurde Ottawa Hauptstadt des neu gegründeten Dominions Kanada. Bis 1900, als ein Feuer große Teile Ottawas zerstörte, hatte die Stadt etwa 60 000 Einwohner. Während des 2. Weltkrieges nahm die Bevölkerungszahl stark zu, als die Stadt Verwaltungszentrum der Kriegsbehörden wurde. 1951 segnete das kanadische Parlament einen Plan des französischen Architekten Jacques Gréber zur Sanierung Ottawas ab. Dies führte zu einer sichtbaren Verschönerung der Stadt. Die Region Ottawa genoss in den siebziger und Anfang der achtziger Jahre ein beachtliches Wirtschaftswachstum. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 812 000.

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