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Windows Live® Suchergebnisse AischinesEnzyklopädieartikel
Aischines, lateinisch Aeschines, deutsch Äschines (389-314 v. Chr.), antiker Redner und Politiker aus Athen. In einer Zeit, in der die Interessen Athens durch Philipp II. von Makedonien bedroht waren, vertrat er einen makedonienfreundlichen Kurs und wurde daher 346 v. Chr. mit einer Gesandtschaft zu Philipp geschickt, um die Bedingungen für einen Frieden auszuhandeln. Wegen angeblicher Eigenmächtigkeiten bei diesen Verhandlungen, die seinem staatlichen Auftrag zuwiderliefen, ließ ihn Demosthenes, sein stärkster politischer Widersacher, durch Timarchos unter Anklage stellen. Aischines konnte jedoch mit Hilfe einer erhaltenen Rede gegen Timarchos den Prozess für sich entscheiden. Seine Auseinandersetzung mit Demosthenes wurde zunehmend erbittert. Nach einem erfolglosen Versuch, ihn selbst anzuklagen, versuchte er 337 v. Chr. mit einer weiteren Klage gegen Ktesiphon dessen Antrag zu blockieren, Demosthenes wegen seiner Verdienste einen goldenen Ehrenkranz zu verleihen. Aischines verlor den Prozess, der 330 v. Chr. stattfand und in dem Demosthenes seine bekannte Kranzrede hielt, und musste daraufhin ins Exil gehen. Er starb später auf Rhodos, wo er eine Rhetorikschule eröffnet hatte. Seinen Ruhm als einer der glänzendsten Redner der Antike verdankt er besonders den drei erhaltenen Reden aus den oben erwähnten Prozessen: Über die Truggesandtschaft, Gegen Timarchos und Gegen Ktesiphon.
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