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Foraminiferen

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ForaminifereForaminifere

Foraminiferen, Porentierchen, Ordnung einzelliger Wurzelfüßer, die zu den Protozoen gehören.

Foraminiferen sondern hartschalige Skelette ab, die entweder ganz aus organischem Material oder aus einer Mischung von organischem Material und feinen Sandpartikeln oder aber aus einer dünnen inneren organischen und einer dicken kalkigen äußeren Schicht bestehen. Viele Skelette sind relativ massiv, doch gibt es auch solche, die mehr kalkig und porös sind. Im Sediment des pazifischen Marianengrabens wurden 2005 in 10 896 Meter Tiefe Foraminiferen gefunden, die keine harte Schale, sondern eine weiche, flexible Zellhülle aufwiesen. Die Formen der Foraminiferen variieren zwischen einfachen Röhren und vielkammerigen, spiraligen Gebilden. Unter Einbeziehung ausgestorbener Formen erreichen diese Einzeller Durchmesser von 20 Mikrometern (tausendstel Millimetern) bis 20 Zentimetern (!); in der Regel werden sie rund einen halben Millimeter groß.

Foraminiferen bewegen sich mit schlanken Pseudopodien (Scheinfüßchen) oder Ausstülpungen des Zytoplasmas (der Masse, die das Zellinnere ausmacht). Diese Ausstülpungen strömen durch eine Öffnung im Skelett. Bei den porösen Skeletten können die Pseudopodien auch durch die Poren dringen. Das Zytoplasma enthält kleine schwarze Partikelchen, Mitochondrien (siehe Zelle), die bei den Bewegungen der Einzeller mitströmen. Manche Arten leben in Symbiose mit einzelligen Algen. Foraminiferen vermehren sich geschlechtlich oder ungeschlechtlich.

Man kennt mehr als 30 000 Foraminiferenarten – heute lebende und schon ausgestorbene. Die lebenden Arten findet man auf dem Meeresgrund oder als frei schwimmendes Plankton in den oberen Schichten der Ozeane. Sie ernähren sich hauptsächlich von Bakterien und Kieselalgen. Sterben die Foraminiferen des Planktons, dann sinken ihre Skelette auf den Meeresboden und bilden dort eine dicke Schicht. Durch großen Druck haben sich aus den seit Urzeiten absinkenden Skeletten Kalksteinfelsen gebildet. Dieses Kalksteinmaterial, verkleidet mit Granit, wurde auch für den Bau der Pyramiden in Ägypten verwendet. Heute untersuchen Geologen die Ablagerungen von Foraminiferen-Skeletten, um Hinweise auf neue Erdöllager zu gewinnen.

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