Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Klerus

Windows Live® Suchergebnisse

  • Klerus – Wikipedia

    Der Klerus (altertüml. auch Klerisei, Clerisei) ist die Gesamtheit der Angehörigen des Priesterstandes (Kleriker). Das Wort stammt aus dem Griechischen (κλερός = Los ...

  • Vertriebener Klerus

    Kommission für Zeitgeschichte. Der vertriebene Klerus in der SBZ/DDR 1945-1952. Eine regionale Untersuchung vertriebener Eliten am Beispiel des Bistums Meißen und des ...

  • Klerus im frühen Mittelalter - Zusammenfassung einer Recherche "Das ...

    Der Klerus im frühen Mittelalter - Zusammenfassung der Recherche zum historischen Roman ... ISTORISCHES: zurück: GLAUBE - KLERUS. Mit dem Aufstieg der ...

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Klerus

Enzyklopädieartikel

Klerus, die Gesamtheit der Priesterschaft vorzugsweise der katholischen Kirche im Gegensatz zu den Laien.

Der Klerus der christlichen Kirchen geht auf die Apostel und die „Siebzig” zurück, die von Jesus Christus selbst ernannt wurden und den Auftrag erhielten, seine Botschaft „in alle Städte und Ortschaften” (Neues Testament, Lukas 10, 1) zu tragen. Die Aufgabe dieser Männer bestand in dem, was heute als Missionsarbeit bezeichnet wird. Sie wirkten als Verkünder der Botschaft Jesu und als Katecheten.

Die schon gefestigte urchristliche Kirche des 1. Jahrhunderts, wie sie in der Apostelgeschichte beschrieben wird, musste sich den Erfordernissen des Lebens in Gemeinschaft anpassen. Aus Beschreibungen des Gemeindelebens im 2. Jahrhundert geht hervor, dass es Bischöfe, Presbyter (Gemeindeälteste) und Diakone gab. Amtsgewalt wurde durch Handauflegung und Gebet von einer Person auf die andere übertragen. Diese Handlung wurde als Ordination oder Sakrament der Weihe bezeichnet.

Mit zunehmender Verbreitung der Kirche entwickelte sich eine Hierarchie oder heilige Ordnung von Bischöfen und Diakonen. Die Rangfolge wurde den örtlichen Gegebenheiten angepasst und entsprechend erweitert. So entstanden die Ämter des Erzbischofs und des Erzdiakons bzw. des Patriarchen in den Ostkirchen. Alle diese Ämter dienten der Leitung des Gemeindeklerus. In mönchischen Gemeinschaften hatte ein Oberhaupt, das den Titel Abt trug, die Leitung über Mönche und Laienbrüder inne, die ein Gelübde abgelegt hatten. Die Mitglieder eines traditionellen oder anders gearteten Ordens werden „religiöser” Klerus bzw. „Ordensklerus” genannt.

Die im 16. Jahrhundert einsetzende Reformation markierte einen Bruch mit der klerikalen Ordnung der lateinischen Kirche und der neuen Bekenntniskirchen, die sich auf urchristliche Grundsätze besannen, wie sie beispielhaft bei den heutigen Kongregationalisten gültig sind. Zwischen diesen beiden Extremen liegen verschiedene protestantische Klerusformen wie etwa diejenige der Presbyterianer. Die Church of England und andere anglikanische Kirchen sowie die orthodoxe Kirche verfügen über ausgeprägte Hierarchien und unterscheiden sich darin von den Methodisten, Baptisten und anderen Bekenntnissen.

Unter Protestanten wird der Kleriker gewöhnlich als Pfarrer oder Pastor bezeichnet.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft