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Windows Live® Suchergebnisse Föderierte Staaten von MikronesienEnzyklopädieartikel
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Föderierte Staaten von Mikronesien, Inselstaat im westlichen Pazifik. Das Staatsgebiet umfasst die Inselgruppe der Karolinen mit Ausnahme von Palau. Größte Inseln bzw. Archipele sind Pohnpei (Ponape), Kosrae, Yap und Chuuk, die jeweils zusammen mit benachbarten Inseln zugleich die vier Gliedstaaten von Mikronesien bilden. Hauptstadt ist Palikir (7 000 Einwohner) auf Pohnpei.
Die mehr als 600 Inseln der Föderierten Staaten von Mikronesien – zum Teil flache Koralleninseln, zum Teil höhere, von Atollen umgebene Vulkaninseln – haben eine Gesamtfläche von 702 Quadratkilometern. Die höchste Erhebung wird mit 791 Metern auf der Insel Pohnpei erreicht. Das Klima ist tropisch-ozeanisch, die mittleren Monatstemperaturen liegen um 27 °C bei geringen jahreszeitlichen Schwankungen. Die Jahresniederschläge liegen zwischen 3 000 und 5 000 Millimetern mit abnehmender Tendenz von Osten nach Westen. Die Hauptregenzeit dauert von Juli bis September. Die Inseln werden gelegentlich von tropischen Wirbelstürmen heimgesucht. Die größeren Vulkaninseln verfügen über fruchtbare Böden, die den Anbau verschiedener Nutzpflanzen ermöglichen. Sie weisen tropische Regenwälder, Mangrovensümpfe, Grasländer und Röhrichtgebiete auf. Auf den kleineren Atollen sind die Böden weniger ergiebig, und die Vegetation ist dementsprechend artenärmer; hier gedeihen u. a. Kokospalmen und Schraubenbäume. Von den gesamten Inselflächen ist etwa die Hälfte für den Ackerbau oder den Anbau von Dauerkulturen nutzbar. Auf den Inseln brüten 26 landbewohnende Vogelarten (davon 13 endemische) und elf Arten von Meeresvögeln. Zur Avifauna gehören der Mikronesien-Liest aus der Familie der Eisvögel, die Mikronesien-Fruchttaube und der seltene Truk-Brillenvogel, ein kleiner Sperlingsvogel. Die einzigen einheimischen (nicht vom Menschen eingeführten) Landsäugetiere sind vier Flughundarten und eine Fledermausart; alle fünf Fledertierarten sind gefährdet.
Der Inselstaat hat rund 108 000 Einwohner (2008). Die Bevölkerungsdichte beträgt 153 Einwohner pro Quadratkilometer, die jährliche Wachstumsrate liegt bei 3,3 Prozent (1998). Die Chuuk-Inseln sind der bevölkerungsreichste Archipel. Amtssprache ist Englisch, das die meisten Einwohner in Grundzügen beherrschen. Darüber hinaus werden mehr als zehn verschiedene austronesische Sprachen gesprochen, darunter Chuukesisch, Pohnpeanisch, Yapesisch und Kosreanisch. Die Bevölkerung bekennt sich mehrheitlich zum Christentum, Katholiken bilden die stärkste Glaubensgemeinschaft. Das Leben auf den Inseln ist überwiegend ländlich geprägt, nur etwa jeder vierte Bewohner lebt in städtischen Siedlungen. Traditionelle Sippenverbände spielen im Zusammenleben der Menschen eine wichtige Rolle.
Die Föderierten Staaten von Mikronesien sind nach der Verfassung von 1979 eine föderative Präsidialrepublik. Staatsoberhaupt und zugleich Regierungschef ist der für vier Jahre vom Parlament aus seinen eigenen Reihen gewählte Präsident; das Amt wechselt in der Regel (mit Ausnahmen) nach dem Rotationsprinzip zwischen den vier Gliedstaaten. Oberstes Legislativorgan ist das Parlament, der Kongress, mit 14 Mitgliedern; vier von ihnen werden für vier Jahre gewählt, die übrigen zehn Abgeordneten für jeweils zwei Jahre. Formelle politische Parteien gibt es nicht. Das Land gliedert sich in die vier Teilstaaten Pohnpei, Kosrae, Yap und Chuuk mit jeweils eigenen Verfassungen, Parlamenten und Regierungen, die über weitreichende Befugnisse verfügen.
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