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AlaskaEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Der wichtigste Bodenschatz ist das Erdöl aus der Prudhoe Bay, das über die 1977 fertig gestellte Trans-Alaska-Pipeline nach Süden transportiert wird. Aber auch andere Bodenschätze, die zum Teil noch nicht erschlossen sind, finden sich in Alaska. Dazu zählen z. B. Kupfer, Kohle, Erdgas und Molybdän. Für die Forstwirtschaft sind die wichtigsten Baumarten die westamerikanische Hemlocktanne, die Sitkafichte und die Zeder. An der Küste hat die Fischerei, vor allem der Lachsfang, Bedeutung. In der landwirtschaftlichen Produktion überwiegen Gewächshauserzeugnisse, Milchprodukte, Kartoffeln und Rindfleisch.
Zu der Urbevölkerung von Alaska zählen u. a. die Alëuten, die Tlingit, die Haida und die Athapasken.
Als erster Europäer erreichte Vitus Bering 1741 die Südküste Alaskas. Die Russisch-Amerikanische Kompanie erhielt 1799 das Monopol für den Pelzhandel. Obwohl in den siebziger Jahren des 18. Jahrhunderts spanische, britische, französische und amerikanische Entdecker und Händler nach Alaska vordrangen, blieb das Land bis 1867 bei Russland.
1867 erwarben die USA Alaska für 7,2 Millionen US-Dollar von Russland. In den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts kam es wegen des Goldrausches zu einer Masseneinwanderung, während der sich die Bevölkerungszahl fast verdoppelte. 1906 erhielt Alaska eine eigene Verwaltung, 1912 den Status eines Territoriums. In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts verbesserten die Maßnahmen des New Deal die Arbeits- und Lebensbedingungen in Alaska. Im Juni 1942 besetzten die Japaner die Alëuten-Inseln Attu und Kiska. Um eine Straßenverbindung nach Alaska zu erhalten, baute die Armee 1942 den Alaska Highway, der Alaska mit British Columbia verband. 1957 wurde Erdöl entdeckt, dessen Förderung und Verarbeitung etwa 75 Prozent der Staatseinkünfte ausmachen.
Der Fremdenverkehr entwickelte sich bald zu einem wichtigen Erwerbszweig. 1968 wurde mit dem Bau der 1 300 Kilometer langen Trans-Alaska-Pipeline von der Prudhoe Bay bis zum eisfreien Hafen von Valdez begonnen. Seit 1977 ist die Pipeline in Betrieb. 1980 verabschiedete der Kongress die Alaska Lands Bill, ein Gesetz, mit der über 42 Millionen Hektar Land unter Naturschutz gestellt wurden. Im März 1989 ereignete sich eine der schlimmsten Umweltkatastrophen in der Geschichte der USA: Ein Tanker der Ölfirma Exxon lief im Prince William Sound auf Grund. Dabei flossen über 40 Millionen Liter Öl ins Meer. Am 18. Januar 2000 ereignete sich etwa 200 Kilometer nördlich von Juneau ein Meteoriteneinschlag. Da derartige Ereignisse selten erfasst werden können, wurden nach dem Einschlag umfangreiche geophysikalische Messungen angestellt.
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