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  • Polybios – Wikipedia

    Polybios (Πολύβιος) (* um 200 v. Chr. in Megalopolis auf der Peloponnes; † um 120 v. Chr. vermutlich auf der Peloponnes) war ein antiker griechischer Geschichtsschreiber ...

  • Polybios-Lexikon

    Erhalten ist uns ungefähr ein Drittel des großen Geschichtswerkes, das Polybios in der Überzeugung schrieb, daß das Schicksal dieser Weltstunde Rom hieß.

  • Polybios-Lexikon

    Kurzfassung. Erschließung des Wortschatzes der Historien des Polybios (um 200 - 120 v. Chr.), der wichtigsten Quelle für die Geschichte der hellenistischen Welt und Roms ...

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Polybios

Enzyklopädieartikel

Polybios (um 200 bis ca. 120 v. Chr.), hellenistischer Geschichtsschreiber und -theoretiker.

Polybios stammte aus Megalopolis (Arkadien) und war der Sohn des Lykortas, der zeitweise Stratege des Achaiischen Bundes war und in dieser Funktion von seinem Sohn in vielfältiger Weise unterstützt wurde. 170/169 v. Chr. war Polybios Hipparch (Reiterführer) des Achaiischen Bundes. Nach der Niederlage der Griechen bei Pydna im 3. Makedonischen Krieg gegen Rom 168 v. Chr. war er einer derjenigen 1 000 vornehmen Achaier, die als Geisel nach Rom geschickt wurden. In Rom kam er in das Haus des Feldherrn Lucius Aemilius Paullus, der ihm seine beiden Söhne zur Erziehung anvertraute. Mit dem jüngeren, dem späteren Scipio Africanus dem Jüngeren, verband ihn bald eine enge Freundschaft. Als Rom 151 v. Chr. den achaiischen Geiseln 16 Jahre nach ihrer Verschleppung nach Italien die Rückkehr nach Griechenland gestattete, kehrte auch Polybios zunächst in seine Heimat zurück, schloss sich jedoch später wieder Scipio an, nahm als dessen militärischer Berater am 3. Punischen Krieg teil und erlebte den Fall Karthagos 146 v. Chr. mit, der das Ende der Punischen Kriege bedeutete. Nach dem Wiederausbruch des Krieges der Achaier gegen Rom ging Polybios wieder nach Griechenland; nach der endgültigen Niederlage der Griechen 146 v. Chr. wurde er, der sowohl bei den Römern als auch bei seinen eigenen Landsleuten in hohem Ansehen stand, von Rom mit der Neuordnung der Verhältnisse in Griechenland beauftragt. Er wirkte dabei vielfach zugunsten der Griechen, die ihn dafür mit zahlreichen Standbildern ehrten. Ob Polybios 134/133 v. Chr. auch an Scipios Feldzug gegen Numantia, über den er eine verlorene Monographie verfasste, teilnahm, ist nicht gesichert.

Den Rest seines Lebens widmete Polybios der Schriftstellerei. Sein Hauptwerk, die Historiai (Geschichte), eine 40 Bücher umfassende Universalgeschichte Roms vom Beginn des 1. Punischen Krieges bis zur Zerstörung Karthagos und Korinths, umfasst den Zeitraum zwischen 264 und 146 v. Chr. Ausgehend von der Fragestellung, wie und warum die zivilisierten Staatswesen der (damals bekannten) Welt unter die Herrschaft Roms fielen, leitete er dessen weltgeschichtliche Mission ab, den Mittelmeerraum zu beherrschen und zu befrieden. Obgleich nur die ersten fünf Bücher vollständig erhalten sind, ist auch der Inhalt der übrigen, nur fragmentarisch überlieferten Teile des Werkes bekannt. Bei seiner Darstellung war Polybios besonders um historische Wahrheit bemüht, indem er nicht nur Ereignisse referierte, sondern auch die Hintergründe zu durchleuchten und zwischen äußeren Anlässen und tieferen Ursachen zu unterscheiden wusste. Hierbei wurde er stark von Thukydides beeinflusst. Sein Stil, der weitgehend auf rhetorisches Beiwerk verzichtet, wurde häufig als trocken kritisiert; Wert und Wirkung seines Werkes liegen jedoch eher in seinen zahlreichen reflektierenden Passagen über Sinn und Aufgabe der Geschichtsschreibung, weniger in seiner Erzählkunst.

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