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    James Addison Baker III (* 28. April 1930 in Houston, Texas) ist ein US-amerikanischer Politiker und Diplomat und war von 1989 bis 1992 Außenminister der Vereinigten Staaten unter ...

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James Baker

Enzyklopädieartikel

James Baker (*1930), amerikanischer Jurist und Politiker, Außenminister der USA (1989-1992).

Baker wurde am 28. April 1930 in Houston (Texas, USA) geboren. Er studierte Jura in Princeton und an der Universität von Texas und diente von 1952 bis 1954 bei der US-Marine. Von 1957 bis 1975 war er Partner in einer Anwaltspraxis in Houston.

1970 unterstützte Baker seinen langjährigen Freund George Bush in dessen (erfolgloser) Wahlkampagne für den Senat, und 1975 wurde er von Präsident Gerald Ford zum Staatssekretär für Handel ernannt. 1978 bewarb sich Baker erfolglos um das Amt des Justizministers von Texas. 1979 leitete er die Kampagne für Bushs Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner; auch hier musste sich Bush wieder geschlagen geben, und zwar Ronald Reagan, dem er sich dann aber als Kandidat für die Vizepräsidentschaft zur Verfügung stellte. Baker fungierte nun als Berater im Präsidentschaftswahlkampf Reagans.

Von 1981 bis 1985 war Baker Stabschef im Weißen Haus, außerdem Mitglied des Nationalen Sicherheitsrates und außenpolitischer Berater und beeinflusste nachhaltig die politische Zielsetzung der Regierung Reagan. Von 1985 bis 1988 war Baker Finanzminister. 1988 übernahm er die Leitung in Bushs Präsidentschaftswahlkampf. Nach Bushs Wahlsieg wurde Baker als Außenminister in die neue Regierung berufen.

Als Außenminister unter Präsident Bush führte Baker die Nahostpolitik der USA weiter, insbesondere während des Golfkrieges, und setzte die Annäherungspolitik zur Sowjetunion unter Michail Gorbatschow fort. 1991 organisierte er die erste große Nahostfriedenskonferenz. 1992 trat er vom Amt des Außenministers zurück, um Bushs zweite, diesmal erfolglose Präsidentschaftswahlkampagne zu leiten.

Anschließend war Baker als Unternehmensberater tätig, ehe ihn UN-Generalsekretär Kofi Annan 1997 zum Sonderbeauftragten für die Westsahara berief. In dieser Funktion gelangen ihm zwar einige kleine Vermittlungserfolge, einen Durchbruch in der festgefahrenen Westsahara-Frage erreichte jedoch auch er nicht. Nachdem schließlich Marokko einen neuen UN-Friedensplan, dem zufolge die Bevölkerung unter Bakers Verantwortung in einem Referendum über den Status der Westsahara abstimmen sollte, zurückgewiesen hatte, gab Baker im Juni 2004 seinen Posten als Sonderbeauftragter für die Westsahara auf. 2006 war er einer der beiden Vorsitzenden der auf Betreiben des US-Kongresses installierten so genannten Baker-Kommission (eigentlich Iraq Study Group), die Vorschläge für eine neue Strategie der USA in der festgefahrenen Irak-Politik erarbeitete. Das Konzept der Kommission – erheblich größere diplomatische Anstrengungen, allmählicher Rückzug aus dem Irak – fand jedoch bei der US-Regierung unter dem jüngeren George Bush kaum Resonanz.

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