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Windows Live® Suchergebnisse Saint-BarthélemyEnzyklopädieartikel
Saint-Barthélemy zum französischen Überseedepartement Guadeloupe gehörende Insel der Kleinen Antillen. Die kurz Saint Bart's genannte, unregelmäßig geformte Insel hat eine Fläche von 21 Quadratkilometern. In ihrem Zentrum erhebt sich eine Gebirgslandschaft, die zur Küste hin in felsiges Hügelland übergeht. Die Hauptstadt Gustavia liegt an der Südwestküste. Entlang der geschützten Nordküste erstreckt sich ein kilometerlanger halbmondförmiger, weißer Strand. Ende des 17. Jahrhunderts wurde Saint-Barthélemy von französischen Protestanten besiedelt. Französische Piraten, welche die Schifffahrtswege der Spanier in der Karibik unsicher machten, nutzten Saint-Barthélemy zu jener Zeit als Heimathafen. Ende des 18. Jahrhunderts überließ Frankreich die Insel dem Königreich Schweden. Im Tausch dafür erhielten die Franzosen das Recht, in der schwedischen Hafenstadt Göteborg Handel zu treiben. Nachdem die Schweden die Insel übernommen und die Hauptstadt zu Ehren ihres Königs Gustavia genannt hatten, errichteten sie drei Festungen und erklärten Saint-Barthélemy zur zollfreien Handelszone. In den folgenden Jahren entwickelte sich die Insel zu einem florierenden Handelsplatz. 1852 fielen große Teile Gustavias einem Brand zum Opfer. Diese Katastrophe sowie die zunehmende Nutzung neuer Schifffahrtsrouten, die an Saint-Barthélemy vorbeiführten, veranlassten die Schweden, die Insel wieder an Frankreich zu verkaufen. Noch heute findet man auf der Insel Straßenschilder, die sowohl in französischer als auch in schwedischer Sprache geschrieben sind. Nur etwa 5 Prozent der Inselbewohner sind Nachfahren der Schweden, der Großteil stammt von französischen Siedlern ab. Sowohl Architektur und Kultur als auch die Sprache lassen unverkennbare Einflüsse des vorherrschenden französischen Erbes erkennen. Beispielsweise ist in Corossol, einem Fischerdorf nordwestlich von Gustavia, ein alter französischer Dialekt erhalten geblieben. Bedeutendste Einnahmequelle der Insel ist der Tourismus. Ihr tropisches Klima, ihre abgeschiedenen Korallenbuchten und weißen Sandstrände ziehen jährlich mehr als 100 000 Touristen an. Viele davon sind Tagesgäste, die von der benachbarten Insel Saint Martin übersetzen. Saint-Barthélemy ist zudem bei Tauchern und Segelsportlern beliebt: Entlang der Küste gibt es unzählige Korallenbuchten, und Gustavia verfügt über einen geschützten, von Jachten und Katamaranen stark frequentierten Hafen.
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