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Windows Live® Suchergebnisse GorgiasEnzyklopädieartikel
Gorgias (um 485 bis ca. 380 v. Chr.), griechischer Rhetor und Sophist aus Leontinoi (Sizilien). Er starb mit etwa 105 Jahren in Thessalien. 427 v. Chr. ging Gorgias als Gesandter nach Athen, wo er später als Lehrmeister für Rhetorik auftrat. Plato benannte einen seiner Dialoge nach Gorgias. In diesem Gespräch beleuchtet Sokrates das Wesen der wahren und der falschen Tugend (Tüchtigkeit) sowie das Problem ihrer Lehrbarkeit, das nicht zuletzt von den Sophisten aufgeworfen wurde. Die Philosophie des Gorgias ist von Skepsis geprägt. Die drei Hauptthesen seiner Abhandlung Über das Nichtseiende oder die Natur (die als Fragment erhalten ist) lassen sich wie folgt zusammenfassen: Nichts existiert. Wenn etwas existiert, so ist es nicht erkennbar. Ist es aber erkennbar, so kann man es nicht vermitteln. Neben der Abhandlung Über das Nichtseiende oder die Natur sind noch zwei Apologien (Verteidigungsreden) auf Helena und Palamedes von Gorgias erhalten.
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