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  • Fleckfieber – Wikipedia

    Fleckfieber, auch „Läusefieber“ oder Faulfieber ist eine Infektion mit Mikroorganismen der Gattung Rickettsien (Rickettsia prowazekii), die durch Läuse, Milben, Zecken oder ...

  • Fleckfieber - Onmeda: Medizin & Gesundheit

    Informieren Sie sich über das Fleckfieber, die Erreger, die Beschwerden und die Therapiemöglichkeiten, bei Onmeda - Ihrem Portal für Medizin und Gesundheit.

  • Fleckfieber - med1

    Informationen für Patienten und Angehörige ... Murines Fleckfieber. Weitere Bezeichnungen: Endemisches Fleckfieber, Fleckfieber der Tropen und Subtropen, Rattenfleckfieber ...

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Fleckfieber

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Kopflaus an menschlichem HaarKopflaus an menschlichem Haar
Artikelgliederung
1

Einleitung

Fleckfieber, Sammelbezeichnung für drei Infektionskrankheiten des Menschen, die von Rickettsien hervorgerufen werden: klassisches Fleckfieber, Brill-Zinsser-Krankheit und murines Fleckfieber.

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Klassisches Fleckfieber

Das klassische Fleckfieber, die gefährlichste der drei Krankheiten, trat im Krieg und zu anderen Zeiten, als schlechte hygienische Verhältnisse herrschten, in großen Epidemien auf. Es kommt vorwiegend in gemäßigten Klimazonen vor und ist auch unter den Namen epidemisches Fleckfieber oder Flecktyphus bekannt. Der Erreger des klassischen Fleckfiebers ist der bakterienähnliche Mikroorganismus Rickettsia prowazeki, der durch Kleiderläuse und seltener auch durch Kopfläuse oder Flöhe übertragen wird. Das Genom dieses Erregers wurde 1998 vollständig entschlüsselt.

Etwa 10 bis 14 Tage, nachdem die betroffene Person von einer infizierten Laus gebissen wurde, stellen sich die ersten Symptome ein: hohes Fieber, Muskel- und Gliederschmerzen, Gelenksteife, Kopfschmerzen, Gehirnfunktionsstörungen und Abgeschlagenheit. Etwa am fünften Krankheitstag entwickelt sich auf Rumpf und Schultern ein dunkelroter Ausschlag mit erhabenen Flecken, der sich auf den übrigen Körper ausbreitet. In der zweiten Krankheitswoche verfällt der Patient häufig ins Delirium. Sofern der Kranke überlebt, geht das Fieber nach zwei bis drei Wochen plötzlich zurück, und dann wird der Patient recht schnell gesund. Bei großen Epidemien liegt die Sterblichkeit jedoch oft bei 50 bis 70 Prozent, ansonsten bei 10 bis 20 Prozent.

Im 1. Weltkrieg starben 150 000 Soldaten am klassischen Fleckfieber. Im 2. Weltkrieg dagegen waren die Verluste beim Militär wesentlich niedriger, weil man vorbeugend impfte und Läuse mit DDT bekämpfte. Mit den Antibiotika Chloromycetin und Aureomycin, die 1948 bzw. 1949 eingeführt wurden, sowie mit den verschiedenen Tetracyclinen lässt sich das klassische Fleckfieber heute wirksam behandeln. Wenn der Patient die Krankheit überstanden hat, ist er sein Leben lang dagegen immun.

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Brill-Zinsser-Krankheit

Diese Krankheit ist eine andere Form des Fleckfiebers, die ebenfalls von Rickettsia prowazeki verursacht wird. Die Krankheit ist benannt nach dem amerikanischen Internisten Nathan E. Brill und dem amerikanischen Bakteriologen Hans Zinsser. Personen, die vom klassischen Fleckfieber genesen sind, tragen die Rickettsien häufig weiterhin im Körper, insbesondere in den Lymphknoten und im Knochenmark. Etliche Jahre später (im Durchschnitt nach 10 bis 20 Jahren) kommt es dann unter Umständen zu einem Rückfall. Manchmal saugen Läuse Blut an solchen ehemaligen Patienten und stecken dann andere Personen an. Auch ohne Läuse kann die Krankheit durch engen Körperkontakt übertragen werden. Die Brill-Zinsser-Krankheit verläuft nicht so schwer wie die Erstinfektion.

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Murines Fleckfieber

Das murine Fleckfieber (lateinisch murinus: mausartig), auch endemisches Fleckfieber oder Rattenfleckfieber genannt, ist vergleichsweise harmlos. Sein Erreger ist Rickettsia typhi. Es kommt vor allem in tropischen und subtropischen Regionen vor, u. a.auch in einigen südlichen Staaten der USA. Das murine Fleckfieber wird von dem Rattenfloh Xenopsylla cheopis übertragen. Rattenflöhe greifen Menschen nur in zweiter Linie an, denn ihre eigentlichen Wirtstiere sind Wanderratten. Die Symptome sind beim murinen Fleckfieber weit weniger schwerwiegend als bei der klassischen Form. Zwischen den beiden Krankheiten kann man mit einem serologischen Diagnoseverfahren unterscheiden, das man als Weil-Felix-Test bezeichnet; dieses Verfahren ist nach dem Prager Arzt Edmund Weil und dem Prager Bakteriologen Arthur Felix benannt.

Weitere Krankheiten, die häufig mit dem Fleckfieber in Verbindung gebracht werden, sind japanisches Flussfieber, Typhus und Gelbfieber.

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