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  • Das Hausschwein und Minischwein

    Informationen über das Hausschwein (Sus scrofa domestica) und das Minischwein. ... Das Hausschwein. Das Hausschwein ist die domestizierte Form des Wildschweins und bildet mit ihm ...

  • Hausschwein – Wikipedia

    Dieser Artikel behandelt das Nutztier. Weitere Bedeutungen von Schwein unter Schwein (Begriffsklärung)

  • Hausschwein - aboutit

    Hausschwein ... Das Hausschwein ist die domestizierte Form des Wildschweins und bildet mit ihm eine einzige Art seiner Gattung.

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Hausschwein

Enzyklopädieartikel
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Hausschweine in FreilandhaltungHausschweine in Freilandhaltung
Artikelgliederung
1

Einleitung

Hausschwein, als domestiziertes Nutztier fast überall auf der Welt gehaltener Paarhufer aus der Familie der Schweine.

Hausschweine wurden nach neuen genetischen Analysen (siehe Genomsequenzierung) vor etwa 9 000 Jahren in Europa – und zwar an mehreren Orten unabhängig voneinander – aus Wildschweinen gezüchtet (Science, 2005). Ausgewachsene Hausschweine haben einen schweren, rundlichen Körper, einen länglichen, weichen Rüssel, kurze Beine mit paarigen Zehen und einen kurzen, oft geringelten Schwanz. Die dicke, aber empfindsame Haut ist teilweise mit kurzen Borsten besetzt und kann sehr unterschiedliche Farben haben.

Schweine werden vor allem zur Fleischerzeugung gehalten, weil sie schnell wachsen, eine relativ kurze Tragzeit von 114 Tagen haben und bis zu 14 Ferkel aufziehen. Außer ihrem Fleisch und Fett werden auch ihre Häute (zur Gewinnung von Leder für Kleidung, Schuhe und Handschuhe) sowie Borsten (für Bürsten) genutzt. Als Allesfresser können sie mit unterschiedlichem Futter gemästet werden, was ihre Domestikation in der Jungsteinzeit erleichtert haben dürfte. Schweine verwerten u. a. Getreide wie Mais und Hülsenfrüchtler wie Sojabohnen.

2

Rassen

Heute sind etwa 90 Rassen und mehr als 200 Zuchtformen bekannt. In westlichen Ländern gibt es u. a. folgende Rassen: Die auch in Deutschland verbreitete Landrasse bzw. Deutsche Landrasse stammt aus Dänemark. Es handelt sich um weißborstige, lange und breite Tiere mit Schlappohren. Das ebenfalls in Deutschland gehaltene weißborstige Edelschwein lässt sich u. a. anhand seiner Stehohren von der Landrasse unterscheiden. Berkshire (schwarz mit weißen Punkten) und Yorkshire (Vorfahr des Edelschweines) stammen aus England. Die heute selten anzutreffenden Wollschweine, deren lange krause Borsten einen „wolligen” Eindruck machen, stammen aus Österreich-Ungarn; sie brauchen viel Auslauf und sollten im Freiland gehalten werden. Aus den USA kommen Rassen wie das auch in Europa gehaltene rotbraune Duroc sowie Chester White, Hampshire (schwarz mit weißem Bauch), Poland China (schwarz mit weißen Flecken) und Spotted (schwarz mit weißen Flecken). Die einzelnen Rassen unterscheiden sich auch in ihrer Wachstumsrate, in der Wurfgröße und in der Körpergröße.

Die meisten kommerziell gehaltenen Hausschweine stammen aus Rassenkreuzungen (u. a. mit dem Ziel, größere Vitalität zu erreichen). Ein verbreitetes Verfahren besteht darin, zwei oder drei Rassen abwechselnd zu kreuzen. Dabei wird eine Sau von einem Eber einer anderen Rasse gedeckt. Weibliche Tiere aus dieser Kreuzung werden von einem Eber der mütterlichen Rasse gedeckt; diese Kreuzung wird dann wieder mit einem Eber der ersten Rasse gekreuzt.

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Haltung

Schweine werden intensiver gehalten als Rinder oder Schafe. Man kann im Wesentlichen drei Betriebsformen unterscheiden: Reinzuchtbetriebe liefern reinrassige Zuchttiere; Zulieferbetriebe liefern Jungtiere für die Mast; Mastbetriebe mästen die Schweine. Manche Betriebe lassen sich allen drei Bereichen zuordnen. Die Futterkosten machen circa 70 Prozent des Verkaufspreises eines Tieres aus.

Bei Intensivhaltung müssen mehrere Faktoren beachtet werden. So sind Ferkel einerseits sehr kälteempfindlich. Andererseits haben Schweine keine Schweißdrüsen; größere Tiere müssen also geeignete Möglichkeiten zur Kühlung haben. Eine richtige Belüftung entfernt außerdem giftige Gase aus dem Stall, wie z. B. Wasserstoff und Ammoniak.

Um das Auftreten von Krankheiten zu verhindern, werden die Tiere geimpft. Der Einsatz von Antibiotika, um Infektionen zu verhindern und damit schnelleres Wachstum zu erzielen, ist in der Europäischen Union ab 2006 verboten, weil beim Verzehr des Fleisches Rückstände vorhanden sein können. Intensive Schweinemast ist darüber hinaus mit Problemen des Tierschutzes verbunden, u. a. weil die Tiere nicht genügend Bewegungsraum haben. Hinzu kommen ökologische Schäden durch die in großer Menge anfallende Gülle. Zur artgerechten Haltung von Schweinen gehört, dass die Tiere nicht nur ausreichend Auslauf haben, sondern auch über Einrichtungen wie Ruhekisten, Scheuerpfähle und Wühlboxen verfügen können. Auch sollten drei bis vier Wochen alte Ferkel nicht abrupt von der Sau getrennt werden, sondern die Trennung vom Muttertier sollte allmählich erfolgen. In Schweden ist es bereits seit 1989 und in Großbritannien seit 1999 aus Gründen des Tierschutzes verboten, Sauen anzubinden oder sie in enge Kastenstände zu zwängen; in Deutschland ist beides zulässig.

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Schweinebestände

China war 2003 mit etwa 463 Millionen Schweinen führend in der Schweineproduktion, es folgten die USA (60 Millionen), Brasilien (33 Millionen) und die Bundesrepublik Deutschland (26 Millionen). Weltweit wurde der Bestand an Hausschweinen auf rund 922 Millionen geschätzt.

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