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Benediktiner

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Kloster MelkKloster Melk

Benediktiner, Mönche und Nonnen (siehe Mönchtum), welche die Regel des heiligen Benedikt von Nursia befolgen. Die ersten zwölf Benediktinerklöster wurden im frühen 6. Jahrhundert in Subiaco bei Rom gegründet. Ihr Begründer stiftete später das berühmte Kloster von Montecassino, wo er die Mönchsregel verfasste, durch die das gesamte abendländische Klosterleben organisiert und wieder belebt wurde. Gemessen an den Normen der Zeit forderte die Benediktinerregel keine besonders ausgeprägte Strenge und Askese.

Der Jahreszeit sowie den begangenen Feierlichkeiten entsprechend wurde den Benediktinern eine Periode von vier bis acht Stunden täglich für Gebete sowie eine Periode von sieben bis acht Stunden für den Schlaf eingeräumt. Die restliche Zeit wurde zu gleichen Teilen auf die Arbeit (gewöhnlich Gartenarbeit) und auf religiöse Lektüre und Studien verwendet. Dem Abt wurden patriarchische Vollmachten über die Gemeinschaft übertragen, wobei er selbst der Regel unterstand und wichtige Entscheidungen mit den Mitgliedern der Gemeinschaft beraten musste. Zu Lebzeiten des heiligen Benedikt verbreiteten seine Schüler seine Lehre in den Ländern Mittel- und Westeuropas. Der Orden wurde schon bald zum wichtigsten der katholischen Kirche. Diese Vorrangstellung verlor er erst mit der Durchsetzung des augustinischen Kanons im 11. Jahrhundert und der Gründung der Bettelorden im 13. Jahrhundert.

Gregor I. war der fünfte von 50 Benediktinern, die den Papststuhl bestiegen. Die bedeutendsten unter diesen waren Leo IV., Gregor VII., Pius VII. und Gregor XVI. Im 14. Jahrhundert gehörten dem Orden 37 000 Mitglieder an, im 15. Jahrhundert noch knapp die Hälfte davon. Zur Reformationszeit zählte der Orden nur noch 5 000 Mitglieder. Die Mitgliederzahlen stiegen jedoch wieder an, und der Orden umfasst inzwischen etwa 11 000 Männer und 25 000 Frauen.

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