Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Simón Bolívar", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Simón Bolívar

Windows Live® Suchergebnisse

  • Simón Bolívar – Wikipedia

    Simón José Antonio de la Santísima Trinidad Bolívar Palacios y Blanco [siˈmɔm bɔˈliβar] (* 24. Juli 1783 in Caracas, Capitania General de Venezuela, heute Venezuela ...

  • Brockhaus | Kurzfassung »Simón Bolívar«

    Die Website des Verlages F. A. Brockhaus enthält Informationen zu gedruckten und digitalen Lexika des Hauses

  • Simon Bolivar Buckner – Wikipedia

    Simon Bolivar Buckner, (* 1. April 1823 in Munfordville im Hart County, Kentucky; † 8. Januar 1914 in Glen Lily, Kentucky) war ein Gouverneur von Kentucky und Generalleutnant der ...

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Simón Bolívar

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Simón BolívarSimón Bolívar

Simón Bolívar (1783-1830), genannt Libertador („Befreier”), südamerikanischer Staatsmann, Führer im Unabhängigkeitskampf Südamerikas gegen Spanien.

Bolívar wurde am 24. Juli 1783 in Caracas (Venezuela) geboren und in Caracas und Spanien von Privatlehrern erzogen; starken Einfluss auf ihn hatten die Ideen des französischen Philosophen Jean-Jacques Rousseau. Unter dem Kommando von Francisco de Miranda kämpfte er 1810 auf der Seite der venezolanischen Rebellen gegen die Spanier; der Aufstand wurde von den spanischen Royalisten niedergeschlagen, und Bolívar musste fliehen. 1812 stand er wieder an der Spitze einer antispanischen Rebellion in Venezuela, nahm 1813 Caracas ein; wurde 1814 aber wieder von den Royalisten besiegt und ging ins Exil nach Jamaika und Haïti.

Zusammen mit Jose Antonio Páez’ Truppen und mit europäischen Freiwilligen marschierte Bolívar 1817 erneut in Venezuela ein, diesmal erfolgreich. In Angostura (heute Ciudad Bolívar) etablierte er eine Revolutionsregierung, und er selbst wurde Präsident von Venezuela. 1819 überquerte Bolívars Armee die Anden, schlug bei Boyacá in Neugranada (dem heutigen Kolumbien) die Spanier und setzte damit der spanischen Herrschaft in Neugranada ein Ende. Wenig später, am 17. Dezember 1819, schlossen sich Venezuela und Neugranada zur Republik Kolumbien mit Bolívar als ihrem Präsidenten zusammen. Am 24. Juni 1821 errang Bolívar bei Carabobo noch einen überwältigenden Sieg über die Spanier; die Unabhängigkeit Venezuelas war damit gesichert.

Für seine Vision eines vereinigten spanischen Amerika zog Bolívar 1822 erneut in den Kampf, jetzt für die Unabhängigkeit von Quito (dem heutigen Ecuador), das er ebenfalls Großkolumbien anschloss. 1824 führte er die Peruaner in ihrem Unabhängigkeitskampf gegen die Spanier an, besiegte die Spanier und wurde im Februar 1825 zum Präsidenten gewählt. Drei Monate später schuf er im Süden Perus eine neue, eigenständige Republik, die sich ihm zu Ehren Bolivien nannte. Um die Unabhängigkeit der neuen Staaten zu sichern, initiierte Bolívar im Juni 1826 eine Reihe von Konferenzen in Panamá. Von 1826 bis 1830 galt Bolívars ganzes Streben der Sorge um die Einheit der Konföderation Großkolumbien (Venezula, Kolumbien, Ecuador und Panamá). Im August 1828 trat er als Präsident zurück, übernahm jedoch einen Monat später wieder die Regierung mit diktatorischen Vollmachten. Als dann sein Versuch, die widerstreitenden Fraktionen Großkolumbiens zu einigen, endgültig gescheitert war, dankte er am 27. April 1830 ab. Bolívar starb am 17. Dezember 1830 als geschlagener, enttäuschter und ungeliebter Mann. Heute wird er in ganz Südamerika verehrt, und in Venezuela und Bolivien ist sein Geburtstag ein Nationalfeiertag.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft